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Das I Ging in der heutigen Zeit

von Christine Keidel-Joura

Seit beinahe 20 Jahren arbeitet Christine Keidel-Joura mit dem I Ging, dem faszinierenden, jahr-tausendealten Orakel aus China. Hauptbausteine im I Ging sind die Grundenergien Yin (das offe-ne, vertrauende, weibliche Prinzip) und Yang (das entschlossene, faktenorientierte, männliche Prinzip). Indem durch Münzenwerfen ein Yin/Yang-Muster (Hexagramm) ermittelt wird, ist es möglich, eine klare Darstellung der eigenen Situation zu erhalten. In ihrer Arbeit als beratende Astrologin lässt Christine Keidel-Joura häufig das I Ging einfließen, mit dem Effekt, dass hier be-stimmte Konstellationen noch besser beleuchtet werden können.
In China werden kaum Entscheidungen getroffen, ohne dass vorher das I Ging befragt wird, des-sen Elemente auch im Feng Shui und im Tao eine wichtige Rolle spielen. Dass uns in Europa der Zugang zu diesem wunderbaren Orakel weitgehend fehlt, liegt zum einen an der äußerst bildhaften und für Europäer nur schwer zu übersetzenden Bildersprache der Chinesen. Zum anderen spiegeln die bisherigen I Ging-Interpretationen auch hauptsächlich die Machtverhältnisse im alten, kaiserli-chen China mit seinen entsprechenden Wertmaßstäben wider. Mit diesen alten, patriarchalisch geprägten Texten und Wertvorstellungen können heutige Menschen oft wenig anfangen. So haben viele das I Ging schnell wieder zur Seite gelegt, völlig zu Unrecht, denn im Kern ist dieses Orakel ja sehr aufschlussreich. Im Grunde genommen geht es im I Ging auch gar nicht um wertende Zuord-nungen. Es geht viel mehr um das konstruktive Zusammenwirken der Polaritäten Yin und Yang, bzw. weiblicher und männlicher Qualitäten, die sich stets in Liebe und Achtung begegnen sollten, da sie wie Mann und Frau oder Gott und Göttin das Leben und die Welt erschaffen.
Christine Keidel-Joura ist es gelungen, die Qualitäten von Yin und Yang neu zu definieren, ohne wertenden Beigeschmack. Herausgekommen ist ein überraschend zutreffendes Nachschlagewerk „Vom Charakter des I Ging“, das in jeder Lebenslage von Nutzen sein kann, egal ob es sich um persönliche, berufliche oder partnerschaftliche Fragen handelt. Um einen Eindruck von den Mög-lichkeiten des I Ging zu vermitteln, findet am 20. Februar 2002, 20 Uhr, Cäcilienplatz 1(Praxis Eika Bindgen) ein Vortrag mit Christine Keidel-Joura statt (Bitte anmelden!). Ein gemeinsames I Ging zum Thema Weltfrieden wird geworfen und abschließend findet eine Diskussionsrunde statt. Wer sein Wissen über das I Ging vertiefen möchte, kann auch am Tages-Seminar (Sonnabend, 2. März 2002, 10 – 17 Uhr) teilnehmen.

Das Buch „Vom Charakter des I Ging“, ist als Knaur-Taschenbuch für 8,90 € leider nicht mehr erhältlich (ISBN 3-426-8296-9).
Es gibt jetzt die vollständig überarbeitete Neuausgabe beim Hans-Nietsch-Verlag, 382 Seiten, kart. 14,90 Euro.

Christine Keidel-Joura wurde 1964 in Bremerhaven geboren. Seit 1985 ist sie als Astrologin in Bremen beratend tätig. Bekannt wurde sie durch Artikel in astrologischen Fachzeitschriften so-wie durch Rundfunk- und Fernsehinterviews. 1997 erschien bei Droemer Knaur ihr erstes Buch „Vom Charakter der Heilpflanzen“, das auf astro-medizinischen Grundsätzen basiert, und in dem vermittelt wird, daß jeder Heilpflanze bestimmte Eigenschaften innewohnen, wie z.B. der Melisse die Verliebtheit, weswegen diese Pflanze Wirkstoffe gegen innere Unruhe bildet. Seit Beginn der 90er Jahre leitet sie Seminare und Astrologiekurse.


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