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Heilfasten

Eine Reise zu mir selbst

von Helga N.

Es ist soweit: Freunde schwärmen schon seit langem von der erfrischenden, aufbauenden Wirkung der Heilfastenwochen im Hof Oberlethe. Es hat mich neugierig gemacht, und so bin ich nun selbst dort.
Die schön gestaltete Anlage überrascht mich angenehm, ebenso das liebevoll eingerichtete Haus. Das kurze, persönliche Einführungsgespräch mit einem der Kursleiter mildert meine Unsicherheit. Ich fühle mich mit meinen Fragen ernst genommen und auch verstanden. Während der ersten Gesprächsrunde in der Gruppe erfahre ich etwas über Darmreinigung, Nebenwirkungen des Fastens und Möglichkeiten, damit umzugehen. Das vielfältige Programm der Fastentage wird vorgestellt: Morgens eine Stunde Gymnastik, Yoga und Atemübungen, danach meditatives Tee trinken, schweigend mit Musik. Der restliche Vormittag ist gefüllt mit Gesprächen, Wahrnehmungsschulung, Innenreisen, Meditationen, Vorträgen oder Atemübungen. Am Nachmittag habe ich Zeit, mir selbst zu folgen: Schlafen, Sauna Spaziergänge, Radfahren oder mir eines der zusätzlichen Angebote von Beratung über Reiki bis hin zu Massagen zu gönnen. Abends werden noch einmal für zwei Stunden Bewegung, Tanz, Phantasiereisen u. a. in der Gruppe angeboten. Manches ist neu und ungewohnt für mich, doch ich spüre bald, wie wohltuend es ist, mir selbst auf so unterschiedliche Art und Weise zu begegnen und endlich einmal für mich sorgen zu dürfen. Die liebevolle Unterstützung der KursleiterInnen und die Gemeinschaft in der Gruppe helfen mir, die Mattigkeit und die leichten Kopfschmerzen an meinem dritten Fastentag anzunehmen und mit gut dosierter Bewegung und Mittagsschlaf zu lindern. Jeder Tag bringt mich mehr in einen Zustand innerer Ruhe; das meditative Tee trinken hat dabei auf mich die stärkste Wirkung. Gleichzeitig kräftigt mein Körper sich durch die viele Bewegung und schenkt mir ein Gefühl von Vitalität und Lebensfreude.
Am Ende der Woche, nach Höhen und Tiefen, mache ich Bestandsaufnahme. So ausgeglichen, so ruhig und kraftvoll habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Und ganz nebenbei – ein paar Pfund leichter.

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