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Satsang mit Satyam Nadeen

Einziger Termin in Norddeutschland

von David Reiners

Endlich muss man mal nicht mindestens nach Hamburg oder Köln fahren, um einem weltbekannten Satsanglehrer zu begegnen. Satyam Nadeen ist seit ca. drei Jahren nicht mehr in Europa gewesen und kommt im Frühsommer nach Paris, Kopenhagen, Baden-Baden und Bremen.
Keine mir bekannte Geschichte eines Erwachens ist spannender als die von Satyam Nadeen. Schon als Kind ein Suchender, entschied er sich mit sieben Jahren katholischer Priester zu werden und ging mit zwölf Jahren ins Priesterseminar. Er absolvierte die High School, machte ein Examen in Philosophie und studierte dann an einer katholischen Universität Theologie. Mit 26 entdeckte er die östlichen Traditionen und verließ die Universität.
Er wurde der typische, inspirierte New-Age-Anhänger und machte alle möglichen therapeutischen und spirituellen Gruppen und Übungen. Ein paar Jahre verbrachte er in verschiedenen Ashrams in den USA, in den Achtzigern auch auf der „Ranch“ von Osho in Oregon. Von ihm erhielt er auch seinen Namen, der „Ozean der Wahrheit“ heißt. Bis zu seinem Übergang benutzte er diesen Namen nicht, weil er nicht passte bzw. nicht wahr war. Bis 26 lebte Nadeen zölibatär und die darauffolgenden Jahre lebte er den anderen Pol – nahezu besessen von Sex und der Suche nach einer Seelenpartnerin. Wie viele andere auch experimentierte er mit allen erhältlichen psychedelischen und psychotropen Drogen und besonders eine hatte es ihm angetan: MDMA oder Ecstasy. 1979 begab er sich auf eine selbstauferlegte Mission zur Rettung der Welt durch diesen Wunder vollbringenden Herzensöffner, der damals noch legal war. Für ihn begann ein Leben in Reichtum und Macht: Häuser in den schönsten Ländern der Welt, ein Privatflugzeug, Yachten. Dazu eine liebende Frau, eine süße Tochter, beste Gesundheit. 1988 wurde MDMA in den USA verboten und Satyam Nadeen verlagerte sein Operationsgebiet auf andere Länder, in denen es nach wie vor legal war. Über undichte Kanäle gelangte eine kleine Menge der Stimmungsaufheller zurück in die USA. Nadeen hatte gerade eine Anzahlung auf ein neues Privatflugzeug gemacht, um noch höher, schneller und weiter fliegen zu können – da wurde er verhaftet. Die ersten zwei Jahre steckte man ihn in ein kleines Distriktgefängnis in Florida, ohne Fenster, ohne Klimaanlage, ohne Ventilatoren, bei einer Durchschnittstemperatur von 38 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Man durfte keine sportlichen Übungen machen und sich nicht im Freien bewegen. Die Zellen waren für zehn Männer ausgelegt, doch man stopfte 32 in jede Zelle. Es gab für alle nur eine freistehende Toilette. Satyam Nadeen war der einzige Weiße in einer Zelle voller junger, gewaltbereiter, schwarzer Bandenmitglieder, jeder mit seinem eigenen Ghettoblaster. Die Drogenbehörde hatte seinen gesamten Besitz in vier Ländern beschlagnahmt. Kurz gesagt: Er kam vom Paradies in die Hölle, es war ein psychischer Tod. Die kläglichen Überreste seines Egos wurden ordentlich aufgeweicht. Immerhin hatte er Zugang zu sämtlichen Büchern, Kassetten und Videos, die man ihm schickte und so gab er sich eine Überdosis an Channelmaterial und später kamen Advaita-Vedanta-Bücher (die Lehre der Nichtdualität) hinzu. Er praktizierte intensiv die Selbstbefragungstechnik „Wer bin ich?“ und erwachte plötzlich, als er bei Ramesh Balsekar las: „Es gibt nur Bewusstsein.“ Kurze Zeit später wurde er wegen Verabredung zu einer Straftat zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt und in ein Bundesgefängnis nach Kalifornien verlegt. Dort begann die Phase der „Erlösung“. Im Gefängnis schrieb Nadeen sein erstes Buch: „Von der Zwiebel zur Perle“. Nach seiner Entlassung ging er bald auf Satsang-Tour. Allein in den letzten paar Jahren teilte er sein Verstehen mit über 10.000 Suchenden, von denen immer mehr selbst zu Findern werden. Dabei betont er, dass niemand aufwacht, der einen Guru oder Meister noch für etwas besonderes hält. Kürzlich erschien sein zweites Buch: „Satsang – Das Handbuch zum neuen Erwachen“, in dem er den Übergang in die vierte Dimension beschreibt und mit vielen Mythen über Erleuchtung aufräumt. Nadeen: „Das erste Buch handelte von meinem Erwachen – das ist nichts besonderes! Dieses Buch wird Sie fesseln, weil es meines Wissens das erste Buch ist, das offen beschreibt, was beim sogenannten Milleniums-Übergang wirklich geschieht.“

Satsang mit Satyam Nadeen in Bremen,
Sonntag, den 26. Mai, 19.00 Uhr im Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstr. 34, Nähe Hauptbahnhof, nur Abendkasse: 13 Euro, keine Reservierungen,
Infos: www.SatyamNadeen. com oder David Reiners: 04205-779807, dreiners@t-online.de.

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