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Die Ordnungen des Erfolgs im Beruf

Über die systemdynamische Organisationsberatung

von Peter Jaruschewski

In Deutschland sind über 37 Millionen Menschen berufstätig oder befinden sich in einer Berufsausbildung...Unternehmensberater schätzen, dass 70% aller gescheiterten Projekte auf zwischen menschlichen Problemen beruhen... Mobbing, innere Kündigung, berufliche Konflikte und Mißachtung sind zu wirtschaftlichen Komponenten geworden!
Häufig finden sich in (Familien-)Unternehmen und partnerschaftlich organisierten Kleinbetrieben Problemsituationen, die „chronisch" erscheinen, keine nachvollziehbaren Ursachen haben und auch nach sogenannten „klärenden Gesprächen“ nicht beseitigt sind. Immer dort, wo sich eine einzelne Person in ihrem beruflichen Kontext nicht wohl fühlt entweder, weil sie ihren Platz nicht finden kann oder weil sich immer wieder die gleichen beruflichen Probleme und Krisensituationen einstellen – hndelt es sich wahrscheinlich um eine systemisch bedingte Störung. Hierfür gibt es seit einiger Zeit eine Lösungs-Möglichkeit: die System dynamische Organisationsberatung oder auch das Organisationsstellen. Die Methode der systemischen Aufstellung geht zurück auf die familientherapeutischen Arbeiten von Moreno, Satir, Bert Hellinger und anderen. Hellinger hat schon früh erkannt, dass verhaltensauffällige Mitglieder einer Familie oft gar nicht Ursache eines Problems sind, sondern dieses lediglich stellvertretend für das ganze Familiensystem ausdrücken. So hat er mit der Familienaufstellung eine Methode entwickelt, die in der Lage ist, diese familiären Verstrickungen und verborgenen Zusammenhänge sicht- und damit auch lösbar zu machen.
In einer Familienaufstellung, die meist innerhalb einer Gruppe stattfindet, stellt der Klient stellvertretende Personen für die jeweils darzustellenden Systemmitglieder nach dem inneren Empfinden bzw. Bild im Raum auf. Dieses „Seelenbild“, die Art und Weise, wie diese Personen zueinander stehen, wird so sichtbar gemacht. In der Folge kann ich z.B. durch Hinzunahme ausgeklammerter Personen, durch Umstellungen, durch lösende Sätze oder anderes eine neue, angemessene Ordnung finden, in der alle Systemmitglieder einen guten Platz haben.

Besonders Gunthard Weber und Klaus Grochowiak, aber auch Varga von Kibed und Insa Sparrer haben die Methode der Familienaufstellung zu einem effektiven Instrument der Organisationsentwicklung und Unternehmensberatung weiter entwickelt. Denn das auf den ersten Blick Überraschende ist, dass die Beziehungen in Familien und Unternehmens-Systemen, so unterschiedlich diese letztlich sind, fast denselben „Regeln“ folgen. Es sind neben anderen in erster Linie die Regeln von Zugehörigkeit, Ordnung und dem Ausgleich von Geben und Nehmen.
Systemische Störungen entstehen erst im Zusammenspiel mehrerer oder aller Beteiligten und werden auf zwei Weisen ausgelöst: Entweder beruhen die Störungen auf einer Neu-Inszenierung alter familiärer Kommunikations- und Handlungsmuster im Betrieb, oder das System erzeugt eigene Störungsmuster. Dabei ist eines der gängigsten Themen für Neu-Inszenierungen in Unternehmen die Verletzung (und Nicht-Heilung) der systemischen Ordnung in der Familie.

Ein weiteres häufig anzutreffendes Muster besteht darin, dass ein Mensch aus dem beruflichen Umfeld unbewusst mit einem anderen aus der Vergangenheit gleichgesetzt bzw. „verwechselt“ wird; in diesem Fall spricht man von einer „Doppelbelichtung“. Um nun Veränderungen erfolgreich einzuleiten, kann eine systemische Betrachtungsweise in Unternehmen, Institutionen und bei individuellen persönlichen beruflichen Problemen sehr hilfreich sein. Dabei leisten die system-dynamische Organisationsberatung und das Organisationsstellen hervorragende Dienste. Diese Methoden arbeiten streng phänomenologisch. Das bedeutet, dass nicht konstruierte System-Theorien die Grundlage der Beratung und des weiteren Vorgehens bilden, sondern das „Schauen“, also das unvoreingenommerne Betrachten dessen, was sich bei der Arbeit zeigt. So wird es möglich, auch vorher völlig unvorhersehbaren Lösungswegen nachzugehen und überraschenden Wendungen im Verlauf der Aufstellungsarbeit genügend Raum zu geben.
Das Institut für SystemCoaching in Oldenburg hat sich auf die Beratung und Begleitung bei individuellen systemisch bedingten Problemen in Beruf und Unternehmen sowie auf die Betreuung von Familienunternehmen spezialisiert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Problematik der Übergabe des Betriebs an die nächste Generation. Die dabei entstehenden Konflikte sind oftmals sowohl finanziell als auch persönlich sehr belastend und meist nicht durch rein organisatorische Maßnahmen zu lösen. Hier hat sich das Organisationsstellen schon vielfach bewährt.
Ein geplantes Seminar im November ist offen für alle, die sich im beruflichen Kontext in einer scheinbar aussichtslosen und/oder „verfahrenen“ Situation befinden.

Seminarleiter ist Peter Jaruschewski; 3-jährige Ausbildung im Stark-Institut Bremen, Fortbildungen bei K. Grochowiak, G. Weber, V. von Kibed und I. Sparrer, seit 10 Jahren in eigener Marketing-Agentur tätig, Leiter des Instituts für SystemCoaching© Oldenburg.


„Die Ordnungen des Erfolgs im Beruf“ – Seminar vom 22.-24.11.02 in Oldbg. Anm./ Info: Institut für SystemCoaching©, Peter Jaruschewski & Partner, Auguststr. 85, 26121 Oldenburg, Tel. 0441/9729996, Fax: - 9736161, e-mail: info@systemcoaching.biz

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