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Winkelfehlsichtigkeit

Ursache für verschiedene Schmerzen

von Fritz Tiedge

Es ist so gut wie unbekannt, dass Kopfschmerzen, Migräne, Lichtempfindlichkeit, unruhiges Sehen, Schwierigkeiten beim nächtlichen Autofahren und beim Bildschirmtext lesen, aber auch - bei Kindern - Lese-Rechtschreibschwäche und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ( ADS) meistens als Ursache oder Mitursache die Winkelfehlsichtigkeit(WF) haben. Sie kommt durch eine Unregelmäßigkeit der äußeren Augenmuskel zustande. Diese ist nun keineswegs selten. Man schätzt, dass ca. 80% aller Menschen eine WF haben und ca. 20% darunter leiden. Durch die WF wird das Nervensystem bei geöffneten Augen ständig einer Sonderbelastung ausgesetzt, damit das Gehirn von zwei Augen e i n e n Bildeindruck bekommt. Dieser Streß bewirkt die oben aufgeführten Störungen ( die Liste ist keineswegs vollständig). Verständlicherweise macht man nun, wenn man diese Befindlichkeitsstörungen los werden will, den Fehler, nach Krankheiten forschen zu lassen. Es handelt sich aber nicht um eine Krankheit, sondern um eine Fehlsichtigkeit, die man von der Wiege bis zur Bahre hat und an der keine Behandlung der Welt irgend etwas ändert.
Ein genialer Augenoptiker mit dem Namen Hans Joachim Haase hat nun vor ca. 35 Jahren die nach ihm genannte MKH, ( also Mess- und Korrektionsmethodik nach H-J. Haase) in Berlin entwickelt. Mit ihrer Hilfe kann man Brillengläser ausmessen, die das Augenpaar in einen idealen Sehzustand versetzt, so dass es ruhig, entspannt und deutlich sehen kann. Hier wird nichts geheilt, sondern nur eben eine Fehlsichtigkeit korrigiert, denn wenn die Brille abgesetzt wird, tritt sofort der alte Zustand ein. Nebenbei bemerkt, ist es natürlich auch wichtig, dass alle anderen Fehlsichtigkeiten ( Kurz-, Über-, Stab- und Alterssichtigkeit ) auch sorgfältig korrigiert werden. Bedauerlicherweise ist genau das dass Wertvollste an Ihrer Brille, das Sie am wenigsten beurteilen können, nämlich die Brillenglasbestimmung. Wäre es nicht so, würden Sie an jeder Straßenecke die MKH bekommen. Leider gibt es nur wenige Augenoptiker und so gut wie keine Fachärzte für Augenkrankheiten, die diese Methode beherrschen und anwenden. Die Wenigen allerdings sind von der Wirkung dieser Brillengläser oft genauso verblüfft wie die Klienten, die es nicht fassen können, dass die seit langen Jahren erlittenen Befindlichkeitsstörungen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wie weggeblasen sind. Zwar kann eine korrekte Vollkorrektion recht lange dauern, aber ein überschlägiger Test ist schnell gemacht. Die Klientin / der Klient wird nach der Symmetrie eines Kreuzes, eines Zeigers und zweier Haken gefragt. Sind alle gleich schwarz und symmetrisch, liegt keine Winkelfehlsichtigkeit vor. Sind sie jedoch unsymmetrisch, nicht gleich schwarz oder nur teilweise oder manchmal nicht zu sehen, muß entsprechend gemessen und die Brillengläser geändert, bzw. erstmalig welche getragen werden. Wegen der für den betroffenen Laien oft schwierig zu verstehenden Materie hat es sich bewährt, vor interessierten Gruppen Vorträge zu halten und die Gelegenheit zu geben, alle aufkommenden Fragen zu beantworten.


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