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Irisdiagnose -
Der Weg ist das Ziel
von Beate Ahrendt
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Eigentlich suchen wir Augendiagnostiker in der Regenbogenhaut nicht den Namen eines Leidens, sondern vor allem den Weg, wie es zu heilen oder zu lindern ist. Dabei hilft uns die richtige Zuordnung der Konstitution eines Menschen als wichtige Aussage über die angeborenen Veranlagungen des Patienten. Man könnte die Iris auch als genetischen Steckbrief bezeichnen.
Mit Hilfe eines Augenmikroskops wird die Iris bis zu 40 x vergrößert betrachtet. So zeigt sich zum Beispiel beim neurogenen Konstitutionstyp mit seiner sehr feinen, blauen Irisstruktur die besondere Empfindsamkeit, das gesteigerte Schmerzempfinden und seine „dünne Haut“. Beim harnsauren Typ mit den weiß-gelben Flecken in der Iris zeigt sich die allgemeine Stoffwechselbelastung, die als Ursache für Hautreaktionen, Gelenkbeschwerden, Durchblutungsstörungen oder Gelenkentzündungen in Frage kommen kann. Der reine Lymphatiker hat die Neigung zu überschießenden Reaktionen, Hyperplasien, Allergien oder Schwellungen. Beim hydrogenoiden Typ wird die Wetterfühligkeit, die Verschlimmerung seiner Beschwerden bei Kälte, die Verbesserung durch Wärme an den „kleinen weißen Wolken“ in seiner blauen Iris deutlich.
Aus der Kenntnis dieser Veranlagungen und Schwächen resultieren entscheidende Hinweise für eine erfolgreiche Behandlung. Beim reinen Lymphatiker z.B. rege ich die Organfunktionen nicht so stark an, dosiere die Therapie vorsichtig. Der neurogene Konstitutionstyp dagegen braucht intensive Gespräche und die ausführliche Erklärung aller möglichen Reaktionen, die durch die Behandlung entstehen könnten. Beim harnsauren Typ schließlich spielt immer die Ausleitung eine zentrale Rolle.
Nach der Konstitutionsbestimmung wird die Iris im Detail unter die Lupe genommen. Die Iris ist der einzige von außen sichtbare Teil unseres Bindegewebes. Ähnlich wie eine äußere Verletzung eine Narbe im Bindegewebe hinterläßt, hinterlassen auch andere Einflüsse auf biochemischem Wege ihre Spuren in der Iris. So lassen die in der Iris sichtbaren verschiedenen Pigmente, Reiz- und Schwächezeichen, Rückschlüsse auf organische bzw. organbezogene Störfaktoren zu.
Dadurch kann ein Behandler schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Präventivmaßnahmen einleiten, wo klinische Untersuchungen und Befunde noch negativ sein können. Denn häufig kommt es vor, dass erst in späteren Lebensjahren ein bestimmtes Krankheitsbild hervortritt, das schon in der Erbmasse schlummerte und nur auf den Störfaktor „wartete“, um als typisches Krankheitsbild in Erscheinung zu treten. Eine präventive konstitutionelle biologische Therapie, mit einer entsprechenden Umstellung der Lebensweise kann in vielen Fällen eine Fehlentwicklung hinauszögern oder sogar verhindern.
Hier kann als gute Kombinationsmöglichkeit die Traditionelle Chinesische Medizin zum Einsatz kommen, da diese mit Hilfe von Akupunktur, Energiemassagen, Kräuter- und Ernährungstherapie den Menschen so harmonisieren kann, dass Schwächen kompensiert werden können und auch in schwierigen Lebensphasen genügend Energie zur Verfügung steht.
Lakunen sind genetische Organschwächezeichen, die sich jedoch nicht zwangsläufig als Krankheit mit Symptomen äußern müssen. Es sind Abdunklungen, die darauf hinweisen, dass das dazugehörige Organ eine Stärkung benötigt, da Krankheiten im Bereich der größten Schwäche entstehen.
Diese Patientin hat die Schäche im Nierenbereich und sollte immer besonders dafür sorgen genug zu trinken, den Rücken und die Füße warm zu halten.
Krampfringe sind zirkulär auftretende Zeichen, die im Extremfall wie eine Schießscheibe aussehen. Sie deuten auf eine erhöhte Krampfbereitschaft hin. Bei diesem Patienten äußerte es sich in häufigen Kopfschmerzen.
Diese aufgehellte Linie im Lungenbereich zeigte sich bei einem grippalen Infekt, der mit starkem Husten einherging. Aufhellungen dieser Art sind immer Reiz- oder Schmerzzeichen.
Beate Ahrendt, Heilpraktikerin, Kleine Kirchenstraße 7, 26122 Oldenburg, Tel. 0441-384897.
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