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Die Leichtigkeit des Schwebens

Beschwingte Wege zur Mitte

Von Dr. Ruediger Dahlke

Hinter dem alten Menschheitstraum des Fliegens werden wir die noch ältere Sehnsucht nach Befreiung und Grenzenlosigkeit entdecken. Der Mensch war immer und ist es noch auf der Su-che nach Freiheit, die letztlich nur innere Freiheit sein kann. Die äußere Freiheit zu fliegen hat offenbar keine Lösung der alten Sehnsucht und keine tiefe innere Befriedigung gebracht. Es geht nicht um technische, sondern wie immer um innere Lösungen. Aber selbst moderne Technik kann uns auf dem Weg zum Schweben helfen, wie wir sehen werden.
Von den Legenden um das Fliegen, etwa von Pegasus dem geflügelten Pferd, führt der Weg nicht ausschließlich zu technischen Lösungen wie den fliegenden Elefanten in Gestalt mo-derner Jumbos, die auch immer wieder bruchlinden und so zum Alptraum werden, sondern es gibt in allen Traditionen auch Wege, die auf den Menschen als Seelenwesen zielen und sich verschiedenster Übungen und Meditationspratiken bedienen. Der fliegende Teppich im Islam wäre solch eine Methode, die wir auch ausprobieren wollen.
Schweben und sich leicht fühlen wie die Seele vor dem Empfängnis bewegt als Traum auch Menschen, die sich nicht auf dem spirituellen Weg empfinden. Auch jener Surfer, der den Wind in den Händen hält und leichter wird, wenn sein Bord bei starkem Wind ins Gleiten kommt, erlebt für Momente einen Geschmack von der Leichtigkeit des Seins oder der Reiter, der sich im fliegenden Galopp gleichsam schwere- und mühelos auf seinem Pferd hält und dem Horizont zustrebt, aber auch der Skifahrer im lockeren bodenlosen Tiefschnee, wenn er eine lange Schneefahne hinter sich herzieht, auf dem Weg zum Glück, ebenso wie der Taucher, der die Schwerelosigkeit in der Unterwasserwelt der Seele genießt. Menschen, die bis heute die ur-alte Tradition ekstatischen Tanzens aufrecht erhalten sind nicht nur in spirituellen Zirkeln wie den Derwisch-0rden unterwegs, sondern wohl auch zu Hundertausenden auf der Loveparade und ihren Ablegern anzutreffen.
Fast immer wird schwereloses Schweben und die damit einhergehende Leichtigkeit des Seins mit körperlosen Zuständen verbunden, wie sie die Seele nachts in bewussten Träumen er-fahren kann.
Abraham Maslow, der Vater der Humanistischen Psychologie spricht in diesem Zusam-menhang von Gipfelerlebnissen und meint damit nicht nur die Erfahrung der Bergsteiger nach langem Aufstieg, sondern die Möglichkeit auch bei allen möglichen anderen Übungen und Er-fahrungen sich auf dem Gipfel des Glücks zu erleben. Der Osten kennt solche Erfahrungen un-ter Namen wie Kundaliniphänomen, sie sind letztlich in allen Traditionen bekannt.
Der Vortrag wird die Gelegenheit nutzen, Methoden zu beschreiben, die solche Erfah-rungsräume auch für westliche Menschen erschließen. Voraussetzung ist lediglich, dass sie gut geerdet sind, und die vor allem auf leichte Weise und rasch zum Ziel führen. Hier wären vor al-lem die Schwebe-Übungen im körperwarmen Wasser zu nennen, aber auch mit Hilfe des Ener-Chi-zers, eines kleinen Gerätes, das die Kundalini-Energie auf geradezu entspannende Weise in angenehme Bewegung versetzt. Der verbundene Atem wäre eine andere Möglichkeit auf schnelle und einfache Weise Energie-Erfahrungen zu machen, die einen leichter und freier füh-len lassen und manchmal bis in schwebende Bereiche der Leichtigkeit führen können.

Lieferbare Literatur:
Die Leichtigkeit des Schwebens-Beschwingte Wege zur Mitte, Integral-Verlag

Vortrag am 26. Februar 2003 um 20.30 Uhr im PFL-Kulturzentrum, Peterstraße 3, Oldeburg.

Vorverkauf: Buchhandlung Plaggenborg, Bergstraße 1, 26122 Oldenburg, Tel. 0441-17543, Fax 17528.

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