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Karten-Tipp![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 60 Karten und Buch mit 285 Seiten
Osho-TransformationskartenUrania Verlag, 24,90 €Dem Urania Verlag ist es nach langem Hin und Her um die Rechte gelungen, das beliebte „Osho Neo-Tarot“ neu herauszugeben, das lange Jahre vergriffen war. Jetzt heißen sie „Osho Transformationskarten“. Die schön gestalteten Karten und die kleinen Geschichten, die verschiedene Stationen und Themen des spirituellen Weges verdeutlichen, gehören zusammen. Neu an der Neuausgabe ist, daß zusätzlich zu den Geschichten noch Erläuterungen enthalten sind. Ein Klassiker der Karten-Decks! Nr. 29: Dankbarkeit Diese Geschichte trug sich in Japan im Leben von Rengetsu zu, einer hoch geachteten Zen-Anhängerin. Es gibt nur wenige Frauen, die im Zen zur höchsten Wahrheit gelangt sind – Rengetsu war eine von ihnen. Sie war auf einer Pilgerreise und kam bei Sonnenuntergang in ein Dorf, wo sie um Unterkunft bat. Doch die Dorfbewohner schlugen ihr die Tür vor der Nase zu. Sie waren gegen Zen eingestellt. Zen ist so revolutionär, so rebellisch, daß es traditionsgebundenen Menschen sehr schwer fällt, es anzunehmen…Die Nacht war kalt und die alte Frau ohne Bleibe, und sie war hungrig. Sie mußte einen Kirschbaum auf dem Felde zu ihrem Dach machen. Es war wirklich kalt, so daß sie nicht gut schlief. Und gefährlich war es auch – wilde Tiere und alle möglichen Geräusche … Um Mitternacht wachte sie auf - sie fror erbärmlich – und erblickte über sich im Nachthimmel die vollends geöffneten Kirschblüten, die dem verschleierten Mond zulächelten. Überwältigt von dieser Schönheit stand sie auf und verbeugte sich mit folgenden Worten in die Richtung des Dorfes: Da sie so freundlich waren, mir die Unterkunft zu verweigern, fand ich mich unter Blüten wieder in der Nacht des verschleierten Mondes. Sie verspürt echte Dankbarkeit. Aus tiefstem Herzen dankt sie den Leuten, die ihr die Unterkunft verweigert hatten, da sie sonst unter einem gewöhnlichen Dach geschlafen und diesen Segen versäumt hätte – diese Kirschblüten und ihr Rascheln unter dem verschleierten Mond. Diese Stille der Nacht, die tiefe Stille der Nacht. Sie ist den Leuten nicht böse, sie nimmt es an. Und sie nimmt es nicht nur an, sondern sie begrüßt es, sie ist dankbar. Ein Mensch wird augenblicklich zum Buddha, wenn er alles, was das Leben bringt, mit Dankbarkeit annimmt.
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