Aktuelles 2017


Sommer 2017


Rette das GLOBE Kino!

Das GLOBE ist ein ehemaliges Militärkino, das 1954 von der britischen Besatzungsarmee auf dem Kasernengelände Oldenburg-Donnerschwee errichtet wurde. Heute ist aus dem ehemaligen Kasernengelände ein Viertel mit 850 Wohnungen in größtenteils denkmalgeschützten Gebäuden entstanden. Das GLOBE verfügt über einen Kino- und  Theatersaal mit 404 Plätzen, Schnürboden und Orchestergraben. Jahrelanger Leerstand nagt beträchtlich an der Substanz des Gebäudes, das wir nun aus dem Dornröschenschlaf erwecken und vor dem endgültigen Verfall retten wollen.

Wir wollen das GLOBE retten!
Die GLOBE-Initiative hat sich aus einem Quartierstreffen heraus gebildet, um das kulturhistorische Juwel wiederzubeleben. Es soll als Denkmal erhalten und zu einem kulturellen Treffpunkt für Oldenburg und darüber hinaus werden.

Erstes Ziel ist der Kauf und die Sanierung des Gebäudes. Dazu wurde am 12. April die "Kulturgenossenschaft GLOBE" gegründet. Die Satzung ist beschlossen und ab voraussichtlich September 2017 rechnen wir mit dem Status der Gemeinnützigkeit.

Zweck der Genossenschaft ist die Förderung von Kunst und Kultur.

 

Die Ziele sind:

  • Kauf, Sanierung und Betrieb des 1954 erbauten Baudenkmals GLOBE-Kino, um das Kulturangebot in der Stadt Oldenburg zu erweitern bzw. zu ergänzen und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern. Es soll in besonderer Weise darauf geachtet werden, dass auch Menschen mit Behinderungen in der Genossenschaft mitwirken und ohne große Einschränkungen an allen Angeboten und Veranstaltungen der Genossenschaft gleichberechtigt teilhaben können. Die Räumlichkeiten sollen zudem als Versammlungsstätte für Kultur und Bildung zur Förderung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur mit Sitz- und Stehplätzen dienen.                                               
  • die Vorführung u.a. von neuen und älteren Filmen aus allen Kulturen und Kontinenten. Besonderer Wert wird hierbei auf eine Kombination von internationaler und nationaler/regionaler Kunst mit einer verstärkten Gewichtung auf den Nachwuchsbereich gelegt.
  • die Durchführung von Konzerten, Lesungen, Vorlesungen, Tagungen, Schulungen, Versammlungen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Circus- und Varietéveranstaltungen, Jugendtreffs, Kleinkunst und anderen Veranstaltungsformen.
  • Begleitung der o.g. Veranstaltungen durch einen gastronomischen Service, der sich auszeichnet durch weitestgehende Verwendung von regionalen und ökologisch erzeugten Produkten und Fair-Trade-Produkten. Etwaige Gewinne aus diesem Service dienen dem gemeinnützigen Zweck.


Erwerb, Ausbau und denkmalsgerechte Sanierung werden ca. 1.5 Mio. € kosten. Bis Ende 2017 werden zunächst 350.000 € Eigenkapital benötigt, das bereits seit dem 19. März durch abgesicherte Genossenschaftsanteile sehr erfolgreich eingesammelt wird. Weiteres Kapital soll über Fördermittel, Sponsoring, Spenden und Crowdfunding beschafft werden.

Alle weiteren Infos zu Terminen und wie man aktiv werden kann: www.globe-oldenburg.de


Neu in Oldenburg: Das Hotel Villa Stern! - Von Ulrike Plaggenborg

Ein inklusives Projekt

Im April hat in Oldenburg Osternburg das erste Hotel eröffnet, das Menschen mit Beeinträchtigungen tariflich bezahlte Arbeit ermöglicht. Unter den zwölf Servicekräften sind sechs Menschen mit körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung.
 
Das Hotel mit 13 Zimmern, einer Suite und einem Appartement lässt keine Wünsche offen: jedes Zimmer ist sehr individuell mit vielen liebevoll ausgesuchten Details ausgestattet. So gibt es ein indisches Zimmer, ein Frida Kahlo Zimmer, ein Sportlerzimmer usw. Auch die Bäder sind sehr hochwertig und leuchten in vielen verschiedenen Farben.

Bettina Unruh von der Baumhaus GmbH und Heidi Herden als Hotelleiterin haben ein schönes Kleinod geschaffen, das den Osternburger Markt zweifelsohne aufwertet.
Im öffentlichen Cafe im Erdgeschoss kann man leckeren Kuchen essen.

Hotel Villa Stern, Bremer Str. 41, 26135 Oldenburg, www.hotelvillastern.de 
Tel.: 0441.30424144, reservierung@hotelvillastern.de

Ein paar Eindrücke vom Tag der offenen Tür gibt es hier (es war eine Kunst, niemanden der unglaublich vielen neugierigen BesucherInnen mit aufs Bild zu bekommen…):


Ein neuer „leiser“ Film von Karl-Heinz Heilig ...

...und eine Initiative der Ulla-Haschen-Stiftung

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“
Für Ulla - Dem Leben und der Liebe gewidmet
Eine assoziative Collage aus 20 Jahren Der leise Film®
(Deutschland/Schweiz 2016; 105 Min.)

Gedanken zum Film
Der Suizid meiner Partnerin hat mir offenbart, wie nah beieinander Tod und Leben, Glück und tiefe Verzweiflung, Hoch-Zeit und Ausweglosigkeit sein können, wie fragil das Leben doch ist. Ihr Tod hat mich in Trauer, Schmerz und Schuld hinterlassen - eine fast unerträgliche Seelennot.
„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ ist ein sehr persönlich erzählter Film, der berühren möchte, Mut machen möchte für das Leben - mir selbst und all denen, die diesen Film sehen werden: den Hinterbliebenen, die sich mit ihrer schuld- und schambesetzten Trauer alleingelassen fühlen und denen, die sich an so einer entscheidenden Wegegabelung empfinden. Und ganz besonders wünsche ich mir, dass dieser Film mit dazu beitragen mag, ein Gespür für das zu entwickeln, was stärkt und der Seele gut tut.

Dramaturgische und persönliche Überlegungen
Rezepte für ein gelingendes Leben gibt es nicht. So ist das Mittel einer Collage gewählt, die dem ZU-FALL, dem persönlich Zugefallenen erst wieder Raum und Möglichkeit gibt, sich neu zu entfalten - hin zu überraschenden und lebensbejahenden Beziehungsgeflechten.
Es ist eine Collage aus den gelesenen Texten, ruhigen, assoziativen Naturaufnahmen im Jahreszyklus und Gesprächen mit Menschen, die ihre Lebenskrisen angenommen haben und somit wieder in der Lage sind, den Blick auf das Lebensbejahende und Stärkende zu richten.
Die Bilder für diesen Film entstammen dem eigenen Filmarchiv aus 20 Jahren „Der leise Film“®. Es sind Bilder, die für andere Geschichten und aus einer persönlich sehr glücklichen Perspektive heraus fotografiert wurden. Bilder, die sich vordergründig für eine Meditationsreise eignen, werden nun auch zu Bildern, die tiefste Trauer und Verzweiflung aushalten und tragen müssen.
Alles wirkliche Leben ist Begegnung ist ein Film, der Sehgewohnheiten herausfordert, wenn die Szenen länger als erwartet sind, wenn die Bilder genügend Raum bekommen, um dem Unfassbaren und Unbegreiflichen begegnen zu können. Der Film bietet Raum für dieses DAZWISCHEN, in dem sich das Leben wieder neu verwurzeln und verankern kann.

Ab Herbst 2017 wird es diesen Film als DVD geben; Bestellungen bitte unter www.heilig-film.de oder per E-Mail: info@heilig-film.de.


Derzeitiges Engagement der Ulla-Haschen-Stiftung
Eine Herkulesaufgabe, wofür ich Sie um Ihre Unterstützung bitte:
Die Weltgesundheitsorganisation nennt den Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt. Allein in Deutschland sind es über 10.000 Menschen, die sich Jahr für Jahr das Leben nehmen. Schicksale, die totgeschwiegen werden; so, als hätten sie mit der Gesellschaft, ihrem Wertesystem und der Art unseres Denkens nichts zu tun. Aber wie alles im Leben eine Geschichte hat, so ist das auch mit Menschen, die sich das Leben nehmen; für die der selbstgewählte Tod einfacher zu sein scheint, als sich in der Gesellschaft mit der eigenen inneren Not und Verzweiflung verstanden und aufgehoben zu fühlen.

Eine vorrangige Aufgabe der Stiftung betrifft die niederschwellige Suizidprävention. Sich verengende Lebensreusen werden als solche vielfach erst dann wahrgenommen, wenn eine Umkehr aus eigener Kraft nicht mehr möglich ist. In solch suizidalen Lebenssituationen sind umfangreiche Internet- und Telefonbuchrecherchen der regional vielfältigen Hilfsangebote denkbar ungeeignet - hier ist eine rasche, anonyme und unkomplizierte Erreichbarkeit dringend gefordert. Wenn es stimmt, dass ein misslungener Suizid zu über 90% nicht wiederholt wird, so ist voraussichtlich auch davon auszugehen, dass ein Überleben aus dem elementar erlebten Gefühl der Ausweglosigkeit heraus ebenso heilsam für weitergehende Hilfen wirkt.

Dieses für Hilfsangebote klein gewordene persönliche Zeitfenster braucht:

  • Ein Wissen, dass es anonym Rat und Hilfe in ausweglosen Lebenssituationen gibt (wichtig auch für die Angehörigen). Was bei einer Autopanne zu tun ist, weiß nahezu jeder. Genauso selbstverständlich sollte das auch bei einem „Seelencrash“ werden.
  • Eine durch Öffentlichkeitsarbeit bereits verinnerlichte Notruf-Nummer, ähnlich prägnant und kurz wie die dreistelligen Nummern des Polizei- und Feuerwehrnotrufs. Diese sollte auch auf jedem neuen Handy bereits vorinstalliert sein.
  • Eine deutschlandweite Organisation wie die der Telefonseelsorge, aber unter dem Dach der Ökumene. Im Thesenpapier der Telefonseelsorge ist das im Grunde unter Punkt 8 schon vorweg genommen: „Prävention erfordert ein offenes Ohr, ein vertrauendes Herz und eine dargereichte Hand“. Erläuternd wird ausgeführt: „Ein offenes Ohr heißt auch, Hilfe-, Gesprächs- und Beziehungsangebote so niederschwellig zu strukturieren, dass die Kontaktaufnahme gelingt. ... Die dargereichte Hand zeigt sich in praktischen Hilfsangeboten, die im Hier und Jetzt ansetzen. ...“

Das Schweizer Modell mit dem Bildsymbol der „Dargebotenen Hand“ (Symbol ist selbsterklärend) und der einheitlichen und kurzen Telefonnummer 143 in Verbindung mit einer sehr guten Öffentlichkeitsarbeit finde ich beispielgebend und möchte mich innerhalb der Ulla Haschen-Stiftung für eine entsprechende Umsetzung auch in Deutschland engagieren. Und ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass sich die Kirchen über Konfessionen hinweg innerhalb der Ökumene für ihren eigenen Anspruch, Leben zu bewahren, stark machen mit einer einzigen kurzen Telefonnummer.
Telefonseelsorge kann helfen, Zeit zu gewinnen; Raum und Möglichkeit zu schenken für die Entscheidung hin zum Leben – zum LEBENWOLLEN. Die ‘Hand´, die ich meinem anonymen Gegenüber reiche, ist eine Hand auf Augenhöhe.

P.S.: Die schuldzuweisenden Wörter „Selbstmord“ und „sich umbringen“ wirken stigmatisierend und sind zur Suizidprävention alles andere als hilfreich. Sie führen nur tiefer in die persönliche Isolation und machen den Lebensraum immer enger, anstatt ihn zu weiten - für ein miteinander reden, für die Entscheidung zum Leben. Helfen Sie mit, diese Worte zu vermeiden!

Über Ihr Interesse und für Anregungen danke ich sehr; sehr gerne auch im persönlichen Gespräch.
Karl-Heinz Heilig (Ulla Haschen-Stiftung), Quellenweg 83, 26129 Oldenburg, Tel.: 0441-73456, info@heilig-film.de


Winter 2017


Neues aus der Achtsames Leben Redaktion… von Ulrike Plaggenborg

Das Achtsame Leben wird online mobil (gemacht)!
Immer mehr Menschen bewegen sich mobil im Internet. Damit das Achtsame Leben auch komfortabel gelesen werden kann auf mobilen Geräten, haben wir die Online-Ausgabe auf einen neueren Stand gebracht. Unter www.achtsames-leben.org erreichen Sie die Online-Ausgabe wie gewohnt, nun in neuer Optik und eben mobil angepasst. Wir hoffen, dass Ihnen das gefällt… über Ihre Rückmeldungen würden wir uns sehr freuen. An dieser neuen Seite kann man nun in wenigen Schritten Änderungen vornehmen, so dass auch Wünsche von Ihnen berücksichtigt werden können. Unter info@achtsames-leben.org können Sie uns erreichen für Ihre Anmerkungen.

Ein paar Gedanken zur gegenwärtigen Weltlage…
Wir haben es alle mit ungläubigem Entsetzen zur Kenntnis genommen: ein pöbelnder Schaumschläger ist zum Präsidenten eines der einflussreichsten Länder der Welt gewählt worden! Da hieß es: tief durchatmen – und wieder einatmen usw.. Leider äußert sich die Unzufriedenheit der Menschen mit dem „herrschenden System“ in den westlichen Ländern nicht darin, dass sie sich Gedanken machen, wie das alles verändert werden kann, sondern in angsterfülltem Rückzug in frühkindliche Trotzreaktionen mit dem Wunsch nach einem „starken Führer“. Hatten wir das nicht alles schon mal? Sollten wir wirklich nicht daraus gelernt haben?
Doch, haben wir, nur gehen halt noch nicht sehr viele Menschen einen mutigen Weg der Selbst-Erforschung, der letztendlich in Selbst-Ermächtigung und Selbst-Verantwortung mündet. Dann brauchen wir keine äußeren Führer mehr, weil wir uns selbst zutrauen, tätig zu werden, um diese Erde in einen wirklich lebenswerten Ort zu verwandeln. Ein langer Weg ist das, aber Anfänge sind gemacht. Das Aufbäumen des Alten ist nur vorübergehend – oft geht es noch einmal tief in den Schatten, bevor das Licht erreicht wird.

Die Themen des Achtsamen Lebens
Das alles ist auch der Grund, weshalb wir im Achtsamen Leben bemüht sind, an diesen Themen weiter zu arbeiten. Das ist sicher nicht immer leichte Kost (besonders in diesem Heft), aber warum sollten wir Sie nicht „heraus fordern“? Wir fühlen uns in gewissem Sinne mehr der Zukunft der Menschheit und des Planeten verpflichtet als den Marktgesetzmäßigkeiten. Und wenn wir uns anschauen, wie gut das Achtsame Leben überall mitgenommen wird, dann sehen wir, es gibt sie, die Menschen und LeserInnen, denen das alles auch wichtig ist. Und das erfreut uns sehr!
Gerne würden wir uns darüber auch mit Ihnen/ Euch austauschen, sei es im persönlichen Gespräch beim Tee bei uns zuhause oder per Mail (s.o.) oder auch auf Facebook. Wir sind gespannt…

Zum Abschluss noch ein paar Worte von der großartigen buddhistischen Lehrerin Pema Chödrön:
„Wenn wir die Welt um uns herum anschauen – unser unmittelbares Umfeld und die größere Welt dahinter – dann sehen wir eine Menge Schwierigkeiten und Störungen. Die Nachrichten sind überwiegend schlechte Nachrichten und das macht uns Angst. Es kann recht entmutigend sein. Dennoch könnten wir eigentlich diese schlimmen Umstände als Inspiration erkennen für unseren Pfad des mitfühlenden Kriegers. Wir könnten die Tatsache anerkennen und öffentlich machen, dass wir gebraucht werden.“


Aktuell: "Verborgene Schönheit" - ein Film von David Franke

Am 19.01.2017 startet „Verborgene Schönheit“ ("Collateral Beauty") im Verleih von Warner Bros. bundesweit in den Kinos.
Howard Inlet (Will Smith) hat eigentlich alles wovon er immer geträumt hat. Als aber eines Tages eine schreckliche Tragödie vor seinen Augen stattfindet, verfällt der New Yorker in eine tiefe Depression und sein Leben gerät immer mehr aus den Fugen. Schließlich fängt Howard in seiner Verzweiflung sogar an, Briefe an die verschiedensten abstrakten Dinge und Konzepte zu schreiben. Wenigstens hat der Werbefachmann Mitarbeiter und Freunde (u.a. Edward Norton, Kate Winslet und Michael Pena), die sich um ihn sorgen und gar nicht daran denken, ihren Chef seiner Trauer zu überlassen. Doch eine Besserung von Howards Zustand tritt erst auf, als drei besondere Figuren in sein Leben treten: Der Tod (Helen Mirren), die Zeit (Jacob Latimore) und die Liebe (Keira Knightley), die allesamt Briefe von ihm erhalten haben, suchen ihn auf...
Wir begleiten den Chef einer Werbeagentur auf dieser hochemotionalen Reise, deren zentrale Themen keine geringeren als Hoffnung, Liebe, Familie, Leben, Freundschaft, Verbindung, Verlust, Trauer und Mut sind.

Die Gewinner der Verlosung stehen fest! Herzlichen Glückwunsch!