Aktuelles 2018


Winter 2018


Woher nimmst du deine Kraft?

Gesprächstag des Arbeitskreises „Religionen in Oldenburg“ (AK-RiO)

am Sonntag 11. Februar 2018, 14.00 - 18.00 Uhr im PFL

 

In vielen Städten und Regionen gibt es interreligiöse Projekte, so das Haus der Religionen in Hannover, die Akademie der Weltreligionen in Hamburg, den Rat der Religionen in München oder das Forum der Religionen in Berlin. Im Jahr 2011 hat sich der „Arbeitskreis Religionen in Oldenburg“ (AK-RiO) gebildet, an dem sich neben christlichen und islamischen Gemeinden auch die jüdische, die yezidische und die Bahá´í-Gemeinde sowie buddhistische Gruppen beteiligen. Initiiert wurde der Arbeitskreis vom Präventionsrat Oldenburg und der Stabsstelle Integration, deren beständige und neutrale Koordination sich in vielerlei Hinsicht als beruhigend und fruchtbar erweist.

 

Der AK-RiO trifft sich alle sechs bis acht Wochen in Räumen der Mitgliedsgemeinden. Neben der Durchführung und Begleitung diverser Aktivitäten (Veranstaltungen, Hilfe für Flüchtlinge, Öffentlichkeitsarbeit usw.) wurden zwei Fachtagungen zum interreligiösen Dialog durchgeführt („Präventionsarbeit in den religiösen Gemeinden“, „Was tun Religionen für die Menschen?“). Außerdem entstanden mittlerweile vier interreligiöse Kalender.

 

Als Highlight des AK-RiO darf die 2016 veröffentlichte Stellungnahme „Grundwerte, Grundrechte und Religionsfreiheit“ gelten, die die Mitglieder nach intensiver Diskussion gemeinsam unterzeichneten und veröffentlichten. Wohl erstmals in Deutschland haben sich unterschiedliche Religionsgemeinschaften nicht nur gemeinsam zu den Grundrechten im Grundgesetz, sondern auch in aller Deutlichkeit für deren Geltung in ihren Gemeinden sowie in gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Bereichen bekannt (http://pro-ol.de/pdf/AK%20Religionen_Grundwerte.pdf).

 

Doch das wichtigste Ergebnis des AK-RiO ist die Kommunikation an sich und die sich auf diese Weise ergebenden direkten Kontakte - vor allem zwischen den islamischen und christlichen Gruppen. Zwar kommt es auf den Arbeitstreffen kaum zu Gesprächen über Glaubensinhalte, aber sie schimmern oftmals als Motivation für den Einsatz in sozialen und kulturellen Projekten durch.

 

Dabei stellt sich immer wieder heraus, dass sich die Gemeinden und Gemeinschaften im Grunde mit den gleichen Bereichen beschäftigen - zum Beispiel Ethik und gesellschaftliches Engagement. Auch das Thema „Entwicklung und Erhalt von Lebenskraft“ wird von allen gleichermaßen bearbeitet. Dieser gemeinsame Hintergrund ist der Anlass, dem Thema „Lebenskraft“ auf einem Gesprächstag nachzugehen. Dies soll jedoch nicht als Diskussion auf einem Podium geschehen, sondern in kleinen Gruppen „auf Augenhöhe“. Schließlich haben alle Menschen bereits Erfahrungen mit ihrer Lebenskraft gemacht. Ein offener Austausch darüber kann sehr anregend sein.

 

 

Der Gesprächstag mit dem Titel „Woher nimmst Du Deine Kraft?“ wird wie folgt angekündigt: 

„Jeder hat sie - jede kennt sie - alle brauchen sie: Lebenskraft. Die Entwicklung und Pflege dieser Kraft ist eine ständige Aufgabe für alle Menschen. Schließlich gilt es, das eigene Leben zu meistern. Doch nur selten gibt es Gelegenheit, direkt und ausführlich über sie zu sprechen: Wie entsteht die Kraft zum Leben? Welche Rolle spielt die eigene Energie im Umgang mit dem Leben? Wie lässt sie sich am besten erhalten und pflegen? Aus welchen Quellen schöpfen wir? Auf diese Fragen gibt es sehr unterschiedliche Antworten, denn Leben und innere Stärke sind individuelle Erfahrungen.

 

Am Sonntag, dem 11. Februar 2018 von 14.00 - 18.00 Uhr möchte der Arbeitskreis Religionen in Oldenburg im PFL-Kulturzentrum allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich in moderierten Gesprächsgruppen die Quellen ihrer Kraft anzuschauen und sich über deren Bedeutung für einen von Ethik und Mitgefühl durchdrungenen Alltag auszutauschen: in ihren Familien, in ihrer Nachbarschaft und in ihrem Engagement in allen sozialen und kulturellen Bereichen der Gesellschaft.“

 

Das Programm: 

Nach dem Ankommen (mit Kaffee) ab 13.30 Uhr wird es eine kurze Begrüßung und ein ebenso kurzes buddhistisch inspiriertes Impuls-Referat („Anhalten und genau hinschauen - Alltag als Kraftquelle“) geben, um anschließend in parallelen Gruppen eine Stunde lang darüber zu sprechen. Nach einer langen Kaffee- und Tee-Pause gibt es zwei weitere kurze Impuls-Referate; zunächst aus christlich/jüdischer Perspektive („Gibt mir mein Glaube Orientierung in der Welt?“), dann aus islamischen Blickwinkeln („Welche Rolle spielt die religiöse Gemeinschaft für meinen Glauben?“), die - wiederum für eine Stunde - in den Kleingruppen besprochen werden. Ein Abschluss-Plenum wird den Nachmittag beenden.

 

 

Eine Anmeldung in der Geschäftsstelle des Präventionsrates (Stau 73, 26122 Oldenburg, 0441.235-3611, praeventionsrat@stadt-oldenburg.de) ist bis zum 2.2. erwünscht, aber ein spontaner Besuch ist auch möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.