Gesundheit & Heilen - ältere Ausgaben


Gesundheit & Heilen 2017


Herbst 2017


Vom Wert der Krankheit - von Theresia de Jong

Krankheit ist die dunkle Schwester der Gesundheit. Und meist total unbeliebt. Dabei kann sie uns sehr viel geben, wenn wir den Mut haben, uns ihr in Liebe zuzuwenden. Drei Jahre nach meiner Melanom-Hautkrebs – Genesung (inzwischen sind es 14 Jahre! her) hatte ich meine Krankengeschichte in einem Buch aufgearbeitet. Natürlich hätte ich damals auch die ganze Episode abhaken können.  Nach dem Motto: Glück gehabt. Schlussstrich und schnell vergessen.  Aber ich wusste: Das Leben wird niemals wieder so sein wie zuvor.  Der Weg nach innen ist unumkehrbar. Die Erkrankung hatte mich an meine brachliegende Spiritualität erinnert. Im Grunde wusste ich seit meinen Kindertagen von den Dingen, hinter den Dingen. Aber irgendwann hatte ich es vergessen. Erst als ich mit der Krebsdiagnose konfrontiert wurde, erwachte in mir der Zugang zu meiner Seele erneut. Hier ein Auszug aus dem Buch:

Die Psychotherapeutin Clarissa Pincola Estés schildert in „Die Wolfsfrau“ auch die Geschichte von La Loba – der Wolfsfrau. Es ist eine Geschichte über die Auferstehung von den Toten. Darin sammelt eine alte, weise Frau – La Loba – in der Wüste die Knochen toter Tiere. Sobald sie daraus ein vollständiges Skelett zusammengesetzt hat, stellt sie sich mit erhobenen Armen über die Knochenreste und beginnt zu singen. Nach und nach beginnt das Geschöpf unter ihr Leben zu zeigen bis es sich erhebt und wegläuft. Wer dem Tier nachblickt merkt vielleicht, dass es sich am Horizont plötzlich in eine Frau verwandelt, die sich schüttelt und lachend verschwindet. Estés deutet diese Geschichte wie folgt: Die toten, zusammenhanglosen Einzelteile werden neu belebt. „Über den Knochen zu singen bedeutet, dem Abgestorbenen, den Überresten, dem Verwundeten und Kaputten neues Seelenleben einzuhauchen. Dies geschieht, indem wir uns in die eigenen psychologischen Tiefen hineinfallen lassen und von dort aus zu den abgestorbenen, den restaurationsbedürftigen Teilen in uns singen und sprechen – mit tiefstem Mitgefühl und einer Liebe, die nur das Selbst für das Selbst empfinden kann.“

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Sommer 2017


Das Gesundheitsportal „www.Zentrum-der-Gesundheit.de“

Foto: ©stafichukanatoly, www.pixabay.com

Autoren: Zentrum der Gesundheit

Ein Interview mit dem Magazin Achtsames Leben

 

Seit wann gibt es das Gesundheitsportal „Zentrum der Gesundheit“?
Das Zentrum der Gesundheit informiert seine LeserInnen seit dem Jahr 1999 zu allen Themen rund um Gesundheit und Ernährung.

Was hat Sie damals bewogen, es ins Leben zu rufen?
Inzwischen sind wir ein Team aus vielen Mitarbeitern. Ursprünglich wurde das Zentrum der Gesundheit jedoch ins Leben gerufen, weil sich die Gründerin allein mit ganzheitlichen Maßnahmen von zahlreichen Beschwerden heilen konnte, die – laut der behandelnden Ärzte – alle chronisch seien und mit denen man sich folglich abfinden müsse. Dazu gehörten eine Psoriasis (Schuppenflechte), ein insgesamt schlechtes Hautbild und massiver Haarausfall. Man könne lediglich Medikamente zur Linderung einnehmen, so die Meinung der Ärzte.
Unsere Gründerin jedoch wollte nicht zeitlebens Medikamente einnehmen, die sie womöglich durch Nebenwirkungen noch kränker machen würden, als sie sich ohnehin schon fühlte. Sie beschloss, ihre Gesundheit in die eigene Hand zu nehmen und stellte dazu erst einmal ihre Ernährung auf eine basenüberschüssige vegane Ernährung um. Zusätzlich entgiftete und entsäuerte sie ihren Körper, kümmerte sich um eine gute Darmgesundheit, nahm hochwertige Vitalstoffpräparate ein und verwendete ab sofort nur noch natürliche Körperpflegeprodukte.
In den ersten Wochen verschlechterte sich ihr Hautbild jedoch noch weiter. Zwar wusste sie, dass eine Entgiftung mit einer vorübergehenden Verschlimmerung der bisherigen Symptome einhergehen kann, da der Organismus zunächst einmal die Altlasten aus dem Körper schafft. Doch wenn man diese Verschlimmerung am eigenen Leib erfährt, kann es durchaus sein, dass man ins Zweifeln gerät und gelegentlich den Mut verlieren will. Als sie drauf und dran war, einfach aufzugeben, bemerkte sie, wie es ihr von Tag zu Tag besser ging.
Das Hautbild klärte sich zusehends, der Haarausfall stoppte und auch die Psoriasis nahm an Intensität ab. Der Heilprozess verlief sehr langsam, doch nach einem Jahr konnte sie sich als geheilt bezeichnen. Die Psoriasis-Symptome waren verschwunden, das Hautbild war klar und rein, und neues Haar war nachgewachsen. Die Begeisterung war so groß, dass sie sich zur Gesundheits- und Ernährungsberaterin ausbilden ließ und ab sofort anderen Menschen dabei half, sich mit ganzheitlichen Maßnahmen wohler zu fühlen.
Ihre Erfolge führten dazu, dass aus einem kleinen Ein-Frau-Dienstleistungsunternehmen in wenigen Jahren eine Firma mit vielen Mitarbeitern entstand, die alle nur ein Ziel haben: Den Menschen zu zeigen, wie sie mit oft einfachen Maßnahmen ihre Gesundheit verbessern und ihre Selbstheilkräfte aktivieren können.

Wen möchten Sie mit dem Portal insbesondere ansprechen?
Wir möchten alle Menschen ansprechen, die sich gerne eigenverantwortlich um ihre Gesundheit kümmern möchten und die erkannt haben, wie viel Spaß es macht, das Befinden mit oft nur kleinen Veränderungen der eigenen Lebens- und Ernährungsweise enorm zu verbessern. Wir wünschen uns, dass unsere Leserinnen und Leser erkennen, wie sie aktiv ihr Leben, ihr Glück und ihre Gesundheit gestalten und beeinflussen können.
Das bedeutet natürlich nicht, dass man vollständig auf die Schulmedizin verzichten müsste. Im Gegenteil. Es geht darum, sich gut informiert aus jedem Bereich das für sich selbst Passende auszuwählen. Denn auch eine schulmedizinische Therapie wirkt besser und mit weniger Nebenwirkungen, wenn sich der betreffende Mensch gleichzeitig gut ernährt und eine gesunde Lebensweise praktiziert.

Welche Themenschwerpunkte hat das Portal?
Unsere Themenschwerpunkte sind naturheilkundliche Konzepte bei Krankheiten und chronischen Beschwerden, die ganzheitliche Gesundheitsprävention, die gesunde pflanzenbasierte Ernährung, moderne Entschlackungskonzepte und vieles weitere mehr. Über unsere Kochvideos bei YouTube können unsere LeserInnen überdies sehr einfach lernen, wie man gesund und ohne großen Aufwand kochen kann.
Wir veröffentlichen in unserem Portal www.zentrum-der-gesundheit.de fast täglich neue interessante Artikel und News zu den genannten Themen. Ein- bis zweimal monatlich erscheint ferner unser Newsletter mit den besten der zuvor veröffentlichten Artikeln.

Woher stammen Ihre Informationen?
Unsere Mitarbeiter, die sich um die Inhalte unserer Artikel kümmern, sind Ernährungsberater, Heilpraktiker, Köche, Journalisten oder Ökotrophologen und verfügen neben ihren beruflichen Qualifikationen fast alle über eigene Erfahrungen im Bereich der Naturheilkunde, konnten sich also selbst schon von ihren einstigen Beschwerden befreien oder diese bessern.
Unsere Artikel werden sodann meist aufgrund von interessanten wissenschaftlichen Studien verfasst, die in der Fachliteratur veröffentlicht wurden und meist das bestätigen, was man aus der Volksheilkunde schon seit Jahrhunderten weiß – nämlich dass eine gesunde pflanzenbasierte Ernährung, die möglichst wenig verarbeitet wird, in Kombination mit ausreichend Bewegung und individuell ausgewählten natürlichen Nahrungsergänzungen äußerst heilsam ist.
Letztes Jahr beispielsweise veröffentlichten Zahnmediziner der Uni Freiburg eine Studie (Juli 2016), in der sie zeigen konnten, wie eine gesunde Ernährung und spezielle Nahrungsergänzungen ganz enorm die so weit verbreitete Zahnfleischentzündung bessern können, so dass selbst in Zahnarztpraxen künftig nicht nur die üblichen Medikamente und Behandlungen empfohlen werden, sondern auch eine Ernährungsumstellung (wenn der jeweilige Zahnarzt entsprechend informiert ist).

Wird das Portal gut angenommen von den LeserInnen?
Inzwischen folgen uns auf Facebook über 240.000 AbonnentInnen. Ähnlich häufig wird unser Newsletter verschickt. Die zahlreichen Anfragen und Emails, die wir erhalten, zeigen außerdem, wie groß der Informationsbedarf in Sachen eigenverantwortlicher Gesundheitsprävention ist.
Denn auch wenn es mittlerweile immer mehr Ärzte mit naturheilkundlicher und/oder ernährungsmedizinischer Zusatzausbildung gibt, sind sie nach wie vor zu dünn gesät, so dass die meisten Menschen keinen kompetenten Berater an ihrer Seite haben, der sie objektiv über die zur Verfügung stehenden ganzheitlichen Maßnahmen informieren kann.
Wir hoffen daher, mit unserem Portal auch dazu beitragen zu können, dass sich immer mehr Ärzte dazu bewogen fühlen, sich entsprechend weiterzubilden und ihren schulmedizinischen Tunnelblick ein wenig zu erweitern ;-)

Können die LeserInnen auch selbst zum Portal beitragen?
Ja, unsere LeserInnen können auf vielfältige Weise zu unserem Portal beitragen. Was uns immer besonders freut, sind Berichte von LeserInnen, die ihr Befinden dank der bei uns vorgestellten ganzheitlichen Konzepte merklich verbessern konnten. Wir freuen uns aber auch, wenn uns LeserInnen bestimmte Themen übermitteln, zu denen sie sich einen Artikel wünschen. Auch können unsere LeserInnen unsere Kommentarfunktion nutzen und dort ihre Meinung, ihre Erfahrungen, aber auch Kritik kundtun. Natürlich können auch Fragen gestellt werden, die wir umgehend beantworten und die uns auch helfen, unsere Informationen auf unserer Webseite zu erweitern und zu ergänzen. LeserInnen mit entsprechender Qualifikation können uns auch redaktionelle Beiträge senden, die bei Eignung, also nach Prüfung durch unsere Experten u. U. veröffentlicht werden können.

Dann wünschen wir weiterhin viel Erfolg und bedanken uns für das Interview!
Wir danken Ihnen ebenfalls und wünschen allen Ihren Lesern viel Gesundheit :-)
www.zentrum-der-gesundheit.de

Foto: ©stafichukanatoly, www.pixabay.com


Frühling 2017


Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN & Co. - von Barbara und Dipl. Ing. Peter Newerla

DECT-Schnurlostelefone
Ein großes Problem in den eigenen vier Wänden sind heute oft schnurlose Telefone nach dem DECT-Standard. DECT bedeutet „Digital European Cordless Telecommunication“ und bezeichnet eine spezielle Art der Datenübertragung. Alle modernen Schnurlostelefone verwenden diese Technik. DECT sendet in der Regel mit gepulster Strahlung und hohen Intensitäten 24 Stunden am Tag, egal ob telefoniert wird oder nicht. Die Dauerstrahlung geht dabei von der Basisstation aus, die Handgeräte strahlen nur wenn telefoniert wird. Durch die räumliche Nähe der Basisstationen zu Schlaf- und Wohnbereichen erreicht die  Strahlenbelastung im häuslichen Umfeld oft Werte, bei denen man sich um den nächsten Handymasten keine Gedanken mehr zu machen braucht.

Seit einigen Jahren rät deshalb auch das Bundesamt für Strahlenschutz (www.bfs.de ) vom Gebrauch von DECT-Telefonen ab und hat die Hersteller aufgefordert die Strahlenbelastung drastisch zu senken. Diese haben inzwischen auch vielfach strahlungsreduzierte Modelle mit einem sogenannten ECO- oder Öko-Modus entwickelt. Der ist aber standardmäßig nicht aktiviert und muss jeweils erst eingeschaltet werden!

Leider gibt es bisher keine einheitlichen Standards für die Strahlenreduktion und unendlich viele Varianten: die einen reduzieren die Strahlung, die anderen schalten ganz ab. Die einen nur wenn das Mobilteil in der Ladeschale liegt, die anderen schalten zwar ab, aber senden alle 30 Sekunden ein kurzes Funksignal. Manchmal funktioniert der ECO-Modus nicht, wenn mehrere Mobilteile mit einer Basisstation betrieben werden. Das ist leider sehr verwirrend. Deshalb möchten wir hier eine kleine Orientierung geben.

Der “ECO-Mode” (oder ähnliche Bezeichnung)
Hier wird die Strahlung in der Regel um den Faktor 10 bis 100.000 reduziert, wenn nicht telefoniert wird – vorausgesetzt das Mobilteil liegt in der Ladeschale und es sind nicht mehrere Mobilteile an der Basisstation angemeldet. Der ECO-Mode ist damit der niedrigste Standard zur Strahlungsreduktion. Diese Telefone werden auch oft mit dem Prädikat „strahlungsarm“ angepriesen.

„ECO Modus plus“ (auch „Full ECO Mode“,„fulleco“ oder “DECT zero“)
Der „ECO Modus plus“ leistet da schon wesentlich mehr. Hier schaltet die Basisstation komplett ab, auch wenn mehrere Mobilteile angemeldet sind und diese nicht in der  Ladeschale stecken. Bei den meisten Telefonen erfolgt die Abschaltung nach 20 Sekunden bis 2 Minuten nach Beendigung des Telefonats.

Man muss allerdings beachten, dass die verwendeten Mobilteile alle vom selben Typ und Hersteller sein und den ECO+ Modus unterstützen müssen, sonst funktioniert es nicht und das Telefon strahlt trotzdem. Bei den meisten Modellen muss außerdem der Eco-Modus bei Inbetriebnahme des Telefons erst eingeschaltet werden.

Inzwischen muss man außerdem wissen, dass einige Modelle zusätzlich eine Bluetooth und WLAN Schnittstelle implementiert haben, die ebenfalls meist standardmäßig aktiviert ist und die man manuell abschalten muss. Dazu gehören einige Modelle der Telekom, sowie von Phillips und Siemens.

Eine sehr gute Dokumentation zum Thema strahlungsarme Schnurlostelefone mit Auflistung verschiedenster Modelle und ihres Strahlungsverhaltens finden Sie hier: http://www.baubiologie-virnich.de/pdf/DECT_zero.pdf 

Wenn Ihr Telefon zwischen den Gesprächen vollständig abschaltet, tun Sie schon eine Menge für sich und Ihre Nachbarn. Was aber trotzdem bei allen strahlungsreduzierten Modellen immer bleibt, ist die Belastung mit gepulster Strahlung während des Telefonats. Aber auch hier gibt es Alternativen, wenn man möchte. (…)

Praktische Tips für das Schnurlostelefon

Die beste Lösung: Kein schnurloses Telefon verwenden
Mit einem „altmodischen“ Kabeltelefon ist man strahlungstechnisch am besten bedient. Dann hat man sicher während und zwischen den Telefonaten 0,0 μW/m² Funkstrahlung.

Die zweitbeste Lösung: Schnurgebundenes und schnurloses Telefon parallel installieren

Wenn man nicht auf ein schnurloses Telefon verzichten möchte, bietet es sich an, eine schnurgebundene und eine kabellose Variante parallel zu installieren. So kann man längere Gespräche am Kabeltelefon führen und genießt trotzdem den Komfort der Mobilität mit dem Schnurlosen, wenn man es wirklich braucht.

Um ein schnurloses und ein schnurgebundenes Telefon unter derselben Rufnummer parallel zu betreiben, braucht man einen sogenannten Telefonverteiler (siehe Abb. oben). Dieser kostet auf www.schnurlostelefon.de  6,90 €. Es klingeln dann bei einem eingehenden Anruf jeweils beide Telefone und man kann je nach Situation entscheiden, welches man benutzt. So kann man starke Belastungen durch lange Telefonate mit dem Funktelefon auf einfache Art und Weise vermeiden.
Achtung! Hier sind nicht die im Handel erhältlichen Kombigeräte gemeint die schnurlos und schnurgebunden kombinieren, denn bei diesen strahlt die Basisstation trotzdem, da sie das Mobilteil bedienen muss, falls es gebraucht wird. Verwenden Sie wirklich zwei unterschiedliche Telefone, die Sie wie oben gezeigt kombinieren.

Textauszug mit freundlicher Genehmigung aus:

Tips und Tricks im Umgang mit Handy, Schnurlostelefon, WLAN & Co.

Barbara & Dipl. Ing. Peter Newerla

FreiRaumMedia Verlag

86 S., 9,95 €.

Hier können Sie es bestellen: Tips und Tricks

Fotos: Thomas Hecker - Fotolia.com; Rulan - Fotolia.com; Barbara Newerla


Winter 2017


Ernährung und Spiritualität – ein Erfahrungsbericht von Marjolein Grislo

“Iss nichts was du nicht magst, aber iss nicht alles was du magst.”

- Swami Sivananda

Seit zwei Jahren beschäftige ich mich mit dem Einfluss den die Ernährung hat auf meine spirituelle Entwicklung. Immer besser spüre ich das Schwingungsniveau der Ernährung und fühle wie manche Nahrung eine sehr verdichtende oder toxische Auswirkung hat - sie macht trüb, wo andere Nahrung mich leicht macht und öffnet.
Dazu spüre ich auch oft die Energie die manche Nahrung enthält. Energie die z.B. bei der Zubereitung auf die Nahrung übertragen wird. Ob das Essen mit Liebe und Achtsamkeit zubereitet wird. Wenn die Nahrung eine schlechte Energie hat, bekomme ich oft allergische Reaktionen, dann schwillt die Schleimhaut von Mund, Kehle und Rachen an, oder es kommt zu Jucken und Verdauungsbeschwerden. Auch alte, verkochte, energielose Nahrung tut mir nicht gut. Je mehr ich mich dafür öffne umso schneller bemerke ich, ob die Nahrung mir gut tut oder dass ich sie besser nicht essen soll.

Früher als Kind war ich übergewichtig, aber seitdem ich mich mit Spiritualität und Nahrung auseinandersetze ist das nicht mehr der Fall. Als Kind konnte ich immer essen, war immer hungrig, eine richtige Naschkatze. Das hat sich aber geändert, denn ich bemerke, dass, je mehr Yoga ich mache und je mehr ich mich mit Spiritualität befasse, umso weniger Bedarf habe ich an Essen, an Nahrung. Ich ernähre mich vegan und bin jetzt auch wieder auf dem Weg, mehr Rohkost zu essen (ich war auch schon ein Jahr Rohkostlerin). Mir ist jetzt klar geworden, dass das Essen früher ein Ersatz war für etwas – für ein anderes unerfülltes Bedürfnis (so wie bei vielen Menschen), das Bedürfnis nach etwas Wesentlichem, nach mehr Tiefe. Ein Hunger nach mehr, ich wusste aber nicht, nach was. Spiritualität gibt mir aber diese Nahrung, füllt das Loch, stillt den Hunger. Essen ist nicht mehr so relevant, und wird immer weniger relevant.

Wenn ich mich durch äußere Umstände (zu viel Arbeit usw.) weniger mit Yoga und Spiritualität beschäftigen kann als ich möchte, bemerke ich dass ich aus dem Gleichgewicht gerate, wieder mehr Hunger habe und mehr esse. Ich bekomme wieder Kaffeebedarf und Lust auf Süßigkeiten, was ich sonst nicht mehr habe. Aber wenn ich das dann esse, schmeckt es mir gar nicht, ich spucke es oft wieder aus. Denn es ist nicht die Nahrung die ich brauche, die meine Seele braucht.

Manchmal merke ich dass ich hungrig bin obwohl ich keine Lust auf Essen habe. Ich möchte dann gar nicht essen, aber doch ist da ein Gefühl von “Hunger”. Es ist aber ein “Hunger” nach seelischer Nahrung. Ich glaube, dass das für viele Menschen heutzutage genau so gilt wie für mich. Viele Menschen versuchen mittels Essen ein Loch zu füllen. Aber da Essen nicht die richtige Nahrung ist, nicht das wonach sie sich tief in ihrem Inneren wirklich sehnen, sie aber den Bedarf danach haben, sind sie niemals gesättigt. Der Hunger bleibt, was dazu führt, dass man weiter isst, obwohl es vielleicht gar nicht schmeckt. Aber da sie sich nicht bewusst sind was sie wirklich brauchen, nämlich Nahrung für die Seele, machen sie so weiter, was leider allzu oft zu körperlichen aber auch psychischen Beschwerden führt. Denn wenn wir uns nicht auf die richtige Art und Weise ernähren, muss die Seele nach “Nahrung” rufen. Wir vernachlässigen uns selber und tun uns selbst nichts Gutes, indem wir uns nicht die Zeit und Ruhe gönnen, auf unser Bauchgefühl, auf unser Herz zu hören, und uns das zu geben wonach wir wirklich Bedarf haben.
 
Es ist in dieser Welt aber leider nicht einfach sich den eigenen Gefühlen und inneren Wünschen zu öffnen, da die Gesellschaft heutzutage geprägt ist von Leistungsdruck, Karriere, Geld, Stress, Materialismus, usw. Gefühle kann man dabei weniger gut brauchen.
Dazu macht es vielen Menschen Angst sich den Gefühlen zu öffnen, Angst davor was das alles auslösen wird. Viele haben sich absichtlich ihren Gefühle verschlossen, damit sie aufrecht bleiben können in dieser Gesellschaft und mitmachen können. Und dementsprechend haben wir unsere Nahrung auch darauf ausgerichtet, d. h.: viel Aufputschmittel wie Kaffee, Energiedrinks, Süßigkeiten, Fastfood, Tabak, Alkohol, usw.  Nur damit wir allen Erwartungen entsprechen können, denn sonst ist es kaum möglich alles zu schaffen was so von einem verlangt wird.
Aber wenn du dich selbst liebst und dir und deiner Seele etwas Gutes tun willst und es dich traust dann öffne dich deinem Herz, höre was es zu dir sagt und nähre es auf die richtige Art und Weise, mit seelischer Nahrung damit dein inneres Loch gefüllt wird und du dich wohler fühlst im Körper und im Geist.

Seit ich mir darüber bewusst geworden bin wonach mein Herz, meine Seele sich wirklich sehnen, habe ich mich dafür entschieden dass ich ab jetzt nur noch den spirituellen und Yoga-Weg gehen möchte. Denn ich möchte mich nur noch auf die für mich richtige Art und Weise ernähren. Liebe, Wärme, Positivität, anstatt mich vollzustopfen mit “Füllmitteln”.

Literatur:
Gabriel Cousens “Ganzheitliche Ernährung und ihre spirituelle Dimension”
Gabriel Cousens “Bewusst Essen, Individuelle Ernährung mit Ayurveda”
Michael Delias “Die Heilnahrung”
Angela Kämper “Prana Nahrung: Rundum wohlfühlen mit lichtvoller Ernährung”

Marjolein Grislo
Ursprünglich aus dem Norden von Hollands führte das Leben mich die letzten 4 Jahre quer durch Holland und Deutschland und letztendlich nach Oldenburg. Ich unterrichte und praktiziere leidenschaftlich Yoga und bin dabei immer wieder erstaunt über den Zusammenhang psychischer und körperlicher Blockaden und wie Yoga und gesunde Ernährung meine spirituelle Entwicklung unterstützen. Kontakt: marjoleingrislo@gmail.com


Herbst 2016


TianTao Yoga - Das Ende der Anstrengung

Julia Kant
TianTao Yoga

TianTao Yoga ist eine Perle der Selbstheilung und Langlebigkeit aus den Klöstern Chinas, die besonders effektiv bei Problemen im Bewegungsapparat wie Rücken- und Nackenschmerzen, verspannten Schultern und insgesamt eingeschränkter Mobilität wirkt.
Darüber hinaus setzen die sanften Übungen einen regenerierenden und verjüngenden Prozess im Praktizierenden in Gang, der seine heilende Wirkung bis tief in die Organe hinein entfaltet.
Das verblüffendste an TianTao Yoga ist aber der Umstand, dass man die besten Resultate erzielt, wenn man sich nicht anstrengt; aus diesem Grunde wurde es auch schon einmal augenzwinkernd als „Yoga für Faule“ bezeichnet. Im Kern geht es darum, die Bewegungen spontan aus einem entspannten Zustand ohne Leistungsdruck entstehen zu lassen und das damit einhergehende Gefühl zu genießen anstatt hart daran zu arbeiten alles richtig zu machen.

Erfahrungen 


Oftmals tritt beim Praktizieren eine starke Wärmeentwicklung entlang des unteren Rückens ein; parallel beginnt die Übung zur Verjüngung der Wirbelsäule sofort zielgerichtet an Blockaden im Rückenbereich zu arbeiten. Mit jeder Wiederholung der sowohl kreis-als auch wellenartigen Bewegung bekommen Wirbel, Muskeln und umgebende Körpergewebe einen Impuls zur Neuausrichtung. Meistens geht dieser Prozess ganz unauffällig von statten, einfach in dem die Körperstrukturen einen Weg finden von innen heraus loszulassen;  manchmal lässt sich auch ein Geräusch, ähnlich wie bei einer chiropraktischen Anwendung vernehmen,  jedoch mit dem bedeutenden Unterschied, dass diese Justierung  ganz von allein ohne äußere Krafteinwirkung geschieht. Gleichzeitig setzt die Auflösung des alten, Probleme verursachenden Musters automatisch und ganz natürlich das Erlernen gesünderer Bewegungsmuster in Gang. Schon in kurzer Zeit kann sich die Haltung verbessern, ohne dass man absichtlich versucht gerader zu sitzen oder zu stehen, auch das Laufgefühl gewinnt neue Leichtigkeit.
Die Wirkprinzipien dieser anmutigen und früher nur erfahrenen Mönchen zugänglichen Übungen lassen sich sowohl mit überlieferter Erfahrung über das energetische Design des Menschen als mit zeitgenössischem physiologischen und psychologischen Wissen erklären.

Aus dem Verspannungskreislauf aussteigen


Im Prinzip handelt es sich bei der Korrektur von Haltung und Bewegungsmustern um einen neurologischen Prozess, an dem das Gehirn intensiv beteiligt ist. Da die Bewegung nie stoppt, werden Gehirn und Muskeln ständig auf sanfte Weise angeregt, den harmonischsten und einfachsten Weg zu suchen oder besser gesagt sich wieder an ihn zu erinnern, denn grundsätzlich ist das Wissen um einen ausgeglichenen und heilsamen Bewegungsfluss instinktiv in uns angelegt. Im Laufe der Zeit schleichen sich durch Stress, unverarbeitete Emotionen, Schonhaltungen z.B. nach Verletzungen und allgemeinen Bewegungsmangel Blockaden ein, die immer mehr einschränken und schließlich einen Kreislauf aus Schmerz und immer noch mehr Verspannung hervorrufen, bis man sich am liebsten gar nicht mehr bewegen möchte. In Folge dessen stagniert auch die innere Bewegung, genauer gesagt der Transport von Energie, Blut und Körperflüssigkeiten wie der Lymphe – ein degenerativer Zyklus, der ebenso die Funktion der Organe erheblich schwächt.
All dem kann mit TianTao Yoga entgegengewirkt werden: Die Übungen mobilisieren und „schmieren“ die Gelenke, darüber hinaus  stärken sie die feinen inneren Muskelgruppen, die den Körper aufrecht halten. Die Organe werden massiert, die Durchblutung wird effektiv angeregt und die Lymphe in Fluss gebracht. Bei regelmäßigem Üben beginnt der Körper wieder mehr essentielle Flüssigkeiten zu bilden, auf diese Weise kann die Haut praller und feuchter erscheinen. Eine der wichtigsten Wirkungen ist sicherlich der Ausgleich und die Belebung der Gehirnfunktion, was das Eintauchen in meditative Zustände und das Erleben von Glücksgefühlen und Zufriedenheit unabhängig von äußeren Faktoren ermöglicht.

Stressmuster im Gehirn auflösen


Die Herausforderungen, denen wir im täglichen Leben gegenüberstehen, sind heutzutage sehr viel komplexer als noch vor fünfzig Jahren. Oft fühlt sich das Gehirn durch den Ansturm von unzähligen schnell hintereinander folgenden oder gleichzeitig einstürmenden Informationsimpulsen überlastet. Es verfängt sich in einem Kreislauf von Stressreaktionen, die die primitiven Gehirnzentren und die damit verbundenen Angriffs- oder Fluchtmechanismen aktivieren. In diesem Zustand ist es nicht möglich, effektiv zu denken oder zu lernen, kreativ zu sein oder sich zu erholen.
Die im Sitzen ausgeführten Übungen des TianTao Yoga führen den Geist innerhalb kürzester Zeit in eine beschauliche Stille, die Stresszentren beruhigen sich und die höheren auf Kohärenz und Ganzheitlichkeit ausgerichteten Gehirnregionen und Drüsen werden genährt. Dadurch verbessern sich u.a. auch die Fähigkeit der inneren Wahrnehmung, die Intuition und die Konzentrationsfähigkeit.

Das Plus an Lebensenergie


Als großer Bonus kommt hinzu, dass dem Körper anders als bei herkömmlichen Sportarten oder Gymnastik Energie hinzugefügt wird. Wenn man sich beim Sport anstrengt und verausgabt, trainiert das zwar einerseits den Körper, gleichzeitig werden aber Energiereserven verbraucht, die ihm dann nicht mehr für innere Heilprozesse zur Verfügung stehen. Den TianTao Übungen liegt dagegen ein ausgefeiltes Energiemanagement zu Grunde, das einerseits vorhandene aktive Lebensenergie unablässig im Körper regeneriert und andererseits den Zustrom von externer, sogenannter vorgeburtlicher Urenergie anregt. Dies ist gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen an chronischer Müdigkeit und Erschöpfungszuständen leiden, besonders wichtig.

Natürliche Zyklen


Manche Wirkungen treten schnell ein, manche entfalten sich im Laufe der Zeit. Die Übungen scheinen ihre eigene Intelligenz zu haben und bei jedem Menschen individuelle Prozesse in Gang zu setzen. Auf jeden Fall stellen die positiven Entwicklungen eine natürliche Konsequenz regelmäßigen Übens dar. Selbst zehn Minuten täglicher Übungspraxis bringen bereits Resultate. Ratsam ist, sich nicht unter Druck zu setzen, sondern die vielen kleinen Dinge zu beobachten, die sich auf allen Ebenen in Bewegung zu setzen beginnen und Freude am Praktizieren zu finden. Anfänglich strengt man sich bei dem Versuch sich nicht anzustrengen vielleicht besonders an, was völlig normal ist und mit Humor genommen werden sollte. Manchmal kommt es nach einer Phase deutlicher Verbesserung von Symptomen zu einem Stillstand oder einer kurzfristigen Verschlechterung – auch das ist ganz normal, denn auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Harmonie muss das System „Altlasten“ verarbeiten, die physischer, emotionaler und mentaler Natur sein können. Nach dieser Phase stabilisieren sich die Fortschritte und es geht fühlbar weiter aufwärts – den Möglichkeiten sind dank des ganzheitlichen Ansatzes keine Grenzen gesetzt. Da TianTao Yoga ohne Vorbereitung und zu jeder Tageszeit, ohne spezielle Kleidung oder Ausrüstung praktiziert werden kann, stellt es eine ideale Lösung für den stressigen und komplexen Lebensstil unserer Zeit dar.

Übung: Energie vom Himmel aufnehmen


Diese einfache Atemtechnik baut den Energiespeicher im Innersten des Körpers auf, und versorgt Körper und Verstand in verstärktem Maße mit Geisteskraft. Die Besonderheit der Technik liegt darin, dass die Atmung fast von selbst geschieht und nicht aktiv erzeugt werden muss. Sie generiert Wärme im Unterbauch und massiert die inneren Organe und wird im Sitzen, entweder auf einem Kissen bzw. Hocker am Boden oder auf einem Stuhl ausgeführt.

Drücken Sie den Bauch sanft nach vorn und haben Sie das Gefühl, als wenn sich der Oberkörper dabei leicht öffnet, so als wolle er dem Bauch etwas Raum geben.
Diese Bewegung führt automatisch dazu, dass Luft über die Nase in den Körper hinein strömt, ähnlich wie bei einem Blasebalg.
Achten Sie darauf, nicht mit dem Atem zu helfen um den Bauch nach vorn zu drücken, lassen Sie ihn einfach passiv hinein strömen.
Halten Sie einen Moment lang nach der Einatmung inne. Währenddessen bleibt der Bauch herausgedrückt und der Atem wartet.
Lassen Sie den Bauch los, bevor es anstrengend wird.
Durch das Loslassen sinkt der Bauch nach innen, auch der Oberkörper lässt etwas los, wodurch der Atem ganz von allein und völlig geräuschlos durch die Nase hinaus strömt.
Finden Sie bei der Ausatmung Wege die Schultern, den Nacken und die Schädelbasis loszulassen. Machen Sie es sich leicht.
Wenn Sie dieses Prinzip des Passiv-Atmens verinnerlicht haben, können Sie damit beginnen den Körper mit Energie vom Himmel zu füllen.
Haben Sie bei der nächsten Einatmung das Gefühl, dass Sie sich durch die Mitte der Stirn - dem sogenannten vierten Auge - öffnen. (Das 4. Auge liegt ca. 2 cm über dem dritten Auge.)
Lassen Sie Energie vom Himmel über das vierte Auge einfließen und entlang der Zentrallinie an der Vorderseite des Körpers hinab in den Bauchraum strömen.
Bei der Ausatmung richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Bauch, welcher durch den Zufluss an Energie gefüllt, gewärmt und genährt wird.

Fahren Sie mit der Atmung für 1-2 Minuten oder auch länger fort. Beobachten und fühlen Sie was geschieht, ohne sich anzustrengen. Danach ruhen Sie sich für einen Moment aus und lassen den Atem kommen und gehen, wir er möchte.
Vielleicht verspüren Sie jetzt ein angenehmes Wärmegefühl im Körper oder können ein Kribbeln wahrnehmen. Auch wenn Sie keine besonderen körperlichen Empfindungen haben und sich einfach nur beruhigt fühlen, wird die Übung ihre Wirkung im Inneren entfalten.

Julia Kant
Julia Kant

Sommer 2016


Lebensprozesse – die heiligen Gesetze der Gesundheit und Langlebigkeit

Autor: Frank Albrecht

Ein Leben ohne Krankheit und Alterung - davon träumt man schon seit vielen Jahrtausenden. Unsere tägliche Realität scheint uns zu beweisen, dass dies nicht im Bereich des Möglichen liegt – dennoch, wenn wir der Überlieferung vertrauen wollen dann haben die Menschen vor Noah (vor der Sintflut) des Öfteren 800 Jahre oder noch länger gelebt. Das erscheint zunächst fantastisch, aber wenn wir uns näher betrachten wie der Alterungsprozess und die Ursachen von Krankheiten genau funktionieren, dann öffnet sich uns ein unerwartet neuer Blickwinkel. Wir müssen zu dem Schluss kommen, dass unsere Lebensweise, als auch unsere Ernährung soweit von den ursprünglich angelegten heiligen Gesetzen des Lebens abweicht, dass Krankheit und beschleunigte Alterung die logische Konsequenz sind. Der Alterungsprozess ist nichts anderes als eine Aneinanderkettung von Fehlern unsererseits, welche wir zumindest zum großen Teil auch selbst wieder beheben können. (…)

Der Alterungsprozess als auch die Ursache von Krankheiten kann allein auf physischer und biochemischer Ebene nicht geklärt werden. Unsere konventionelle Wissenschaft ist daher auf diesem Gebiet überfragt. Alles Leben ist Materie, Energie und Geist (und nicht nur Materie, wie heutzutage auf den Universitäten gelehrt wird), und so muss auch eine ganzheitliche Heilkunde jeden dieser drei Faktoren berücksichtigen. Es gibt daher genau drei unterschiedliche kausale Krankheitsfaktoren, die für alle Zivilisationskrankheiten als auch den Alterungsprozess gelten, und diese sind immer miteinander verknüpft:

1. die Ebene der Materie, welche sich im Biochemismus des Körpers ausdrückt, der vor allem nicht übersäuert sein darf (alle Zivilisationskrankheiten entstehen nur in einem übersäuerten biologischen Terrain). Diese Ebene ist vor allem von der Ernährung beeinflusst.
2. die energetische Ebene. Sie bezieht sich auf die organisierende Lebensenergie (die in China „Qi“ und in Indien „Prana“ genannt wird), welche alle zellulären Prozesse steuert. Auf dieser Ebene muss vor allen Dingen unser Lebensumfeld (z. B. die elektromagnetischen und geopathischen Störfelder in unserer Lebensumgebung, unserem Haus) berücksichtigt werden.
3. die seelische Ebene, welche oft durch Traumen oder Karma aus früheren Leben belastet ist. Das Unterbewusstsein der meisten erwachsenen Menschen ist oft mit viel „Unrat“ belastet, welcher die Funktionen der Chakren und Meridiane beeinträchtigt, und damit auch die Funktionen der verschiedenen Organe. Diese belastenden Faktoren müssen durch geeignete Techniken aufgelöst werden.
Jede Krankheit ist eine Kombination dieser drei Faktoren, und alle drei müssen bei der Behandlung berücksichtigt werden, um eine vollständige Heilung zu erreichen.

Materielle Ursachen der Alterung (das biologische Terrain):
Circa 99 % der Menschen in westlichen Ländern sind übersäuert. Je saurer das Bio-Terrain, desto schneller laufen degenerative Prozesse im Körper ab. Eine Säure ist aggressiv, sie verursacht Korrosion. Vielleicht haben Sie schon erlebt wie ein Tropfen Schwefelsäure aus einer Autobatterie ein Loch in Ihr Hemd gebrannt hat. Wir haben ähnliche Säuren in Tausenden von Kombinationen in unserem Körper.
Diese transformieren „lebendige Substanzen“ (unsere körpereigenen Mineralstoff-Speicher, die Basis unserer Gesundheit und Schönheit) in „tote Substanzen“ (saure Salze oder Schlacken, die die biologische Grundlage für jede Art der Zivilisationskrankheit bilden). Dies ist der (biochemische) Prozess des Alterns und der Beginn aller Krankheiten (lange bevor sich das eigentliche Symptom einstellt). Es ist jedoch möglich diesen Prozess zu verlangsamen und bis zu einem gewissen Grad auch umzukehren.

Energetische Ursachen der Alterung (das energetische Lebensumfeld):
Die Wahrheit ist, dass der Körper ein offenes System ist, welches von vielen anderen Systemen beeinflusst wird. Für die Lebensprozesse ist es besonders wichtig, die schädlichen Einflüsse von geopathischen und elektromagnetischen Energiefeldern zu berücksichtigen. Es gibt aber noch eine Vielzahl anderer Faktoren, die unseren energetischen Lebensraum und damit unsere Gesundheit und unseren Alterungsprozess beeinträchtigen, wie zum Beispiel baubiologische und geomantische Gegebenheiten. (…) Dieser Faktor ist ebenso wichtig für unsere Gesundheit und Heilung wie die Ernährung und Entgiftung.

Seelische Ursachen der Alterung:
Die Auswirkung der Seele auf die menschliche Gesundheit wird in der zeitgenössischen Medizin gemeinhin als psychosomatisch bezeichnet. In Wirklichkeit beinhaltet dieser Aspekt Karma aus früheren Leben, das Chakrensystem, das Meridiansystem, die Interaktion mit dem Reich der Verstorbenen und vieles mehr. Der Zustand unserer Seele hat einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit. Diesen Einfluss einfach „psychosomatisch“ zu nennen, trifft nicht genau den Punkt. Die Aktivität unserer Seele bestimmt zu einem großen Teil das Prana (die Lebensenergie), das wir für unser Leben zur Verfügung haben.


Wenn wir die heiligen Gesetze der Lebensprozesse in unserem Leben berücksichtigen werden wir sicher nicht gleich 800 Jahre alt, aber viele Forscher sind sich einig, dass 140 Jahre das Alter wäre, das für uns Menschen normal wäre. Mit dem Verständnis der Lebensprozesse und der individuellen Analyse eines Patienten lässt sich auch eine Heilungsmöglichkeit für jede Krankheit finden. (…)

Foto: www.pixabay.com

Lebensprozesse – die universellen Gesetze der Gesundheit und Langlebigkeit, Via Nova Vlg., 2015

Frank Albrecht, in Deutschland aufgewachsen, lebte er von 2000 bis 2015 in Irland. Er arbeitet als ganzheitlicher Forscher, Wellness Coach, Autor, Feng Shui- und Ernährungsberater, Rutengänger, Seminarleiter und ganzheitlicher Pädagoge. Durch spirituelle und biophysikalische Forschungen und Studien, die von einem Prozess der inneren spirituellen Transformation begleitet waren, erhielt Frank Albrecht tiefe Einsichten in die bio-chemischen, bio-physischen und spirituellen Zusammenhänge von Gesundheit und Krankheit. Sein Wissen gibt er in Einzelberatungen, Vorträgen und Seminaren weiter.

www.stopageing.com , www.lebensprozesse.org  und www.frankalbrecht.eu


Frühling 2016


Heilsame Berührung mit Therapeutic Touch

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Brückenschlag zwischen moderner Medizin und alten Heiltraditionen
Autorin: Vera Bartholomay

 

Leila ist vier Jahre alt und schwerstbehindert. Sie ist spastisch, der Körper ist stark verdreht. Sie kann nicht sprechen, sitzen oder gehen. Ihre Mutter hält sie im Arm und streichelt sie sanft, während sie mit uns über das Heilen mit Energien spricht. „Ich kann so etwas nicht – dafür muss man wahrscheinlich eine besondere Begabung haben“. Dabei schaut sie ihre Tochter liebevoll an und streichelt sie weiter. Leila macht eine Mundbewegung, die man als Lächeln verstehen könnte. „Wenn sie so reagiert, hat sich alle Mühe gelohnt“, sagt die Mutter und alle im Raum sind ergriffen von dieser selbstlosen Liebeserklärung. Ich erkläre ihr, dass sie das, was wir unter „energetischem Heilen“ verstehen, gerade selbst ununterbrochen macht, dass sie es besser kann als die allermeisten – und dass alles, was sie darüber lernen könnte, nur eine Verfeinerung der Technik wäre. Sie schaut mich ungläubig an. „Ich mache doch nichts Besonderes, ich streichele Leila nur.“ Dass dabei ein feiner Strom reiner Liebe hinüberfließt, ist keine bewusste Aktivität.
Mit Leila erleben wir, was alle Eltern tun, wenn sie ihre Kinder lieben. Und was alle Menschen tun, wenn sie lieben. Wenn das Herz überfließt, fließt Energie. Es ist nichts Mystisches, nichts Magisches, sondern gehört zu unserem normalen Alltag dazu. Und wenn diese Energie Liebe transportiert, hat sie eine heilsame Wirkung.
Aber nicht nur unter Liebenden fließen heilsame Energieströme. Die heilsame Berührung ist eine Technik, die ganz leicht von jedem gelernt werden kann. Denn es ist eine uralte Fähigkeit, die schon in uns vorhanden ist und lediglich wieder geweckt werden muss.
 
Therapeutic Touch – eine energetische Heilmethode
Mit Therapeutic Touch hat diese besondere Art der Berührung eine moderne Form gefunden, die sogar in vielen deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen angewandt wird. Patienten können dann parallel zu den klassischen medizinischen Therapien eine energetische Heilbehandlung in Anspruch nehmen. Allein in Berlin sind ca. 400 Krankenpfleger in Therapeutic Touch ausgebildet worden.
Mittlerweile wird sie aber nicht nur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sondern auch in anderen medizinischen Berufen wie in der Physiotherapie und bei Massagen angewandt, und natürlich auch in privaten Praxen oder rein privat in der Familie und unter Freunden.
Immer mehr Anwender sind überzeugt davon, dass eine gezielte Berührung und sanfte Stimulationen die energetischen Prozesse im Körper aktivieren und harmonisieren.
Die positive Wirkung von Therapeutic Touch zeigt sich meist sofort als tiefe Entspannung und allgemeine Vitalisierung. Die Methode ist sinnvoll bei Angst und Stress, zur Schmerzlinderung und bei der Wundheilung. Auch Chemotherapien und Bestrahlungen werden so besser vertragen. Aber nicht nur in den genannten Fällen, sondern bei vielen Krankheiten oder Befindlichkeitstörungen können Beschwerden reduziert werden.

Dabei findet ein bewusst gesteuerter Prozess des Energieaustausches durch die Hände des Behandlers statt, um die in jedem Menschen vorhandenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, auszugleichen und zu stabilisieren. So wird der Heilungsprozess beschleunigt. Auch das Immunsystem wird durch die heilsame Berührung stimuliert.
 
Gemeinsame Wege einer Krankenschwester und einer Heilerin
Entstanden ist diese Methode in den USA in den 70er Jahren. Dolores Krieger war Krankenschwester in New York, als sie sich zusammen mit der Heilerin Dora Kunz auf der Suche nach einer neuen Methode der energetischen Medizin machte. Ihr Wunsch war, das energetische Heilen so einfach und unkompliziert zu machen, dass es in den normalen Krankenhausalltag leicht integriert werden konnte. Dafür musste die Methode schnell anwendbar sein, nicht befremdlich wirken und messbare und überprüfbare Ergebnisse bringen.
Die spätere Professorin für Krankenpflege an der University of New York hat dieses alte Heilwissen in einem moderneren Gewand zuerst für Krankenpfleger in ihrem Umfeld angeboten. Dort „testeten“ diese, inwieweit man innerhalb von wenigen Stunden so viel lernen konnte, dass ein heilsamer Effekt bei anderen bewirkt wurde. Die beiden Pionierinnen waren selbst überrascht von ihrem Erfolg: ihre ersten Schüler waren erstaunlich schnell dazu in der Lage gewesen, heilsame Energie zu übertragen.
Die Methode mit dem neuen Namen „Therapeutic Touch“ wurde daraufhin sehr schnell bekannt und füllte eine Lücke in der Schulmedizin, denn viele Pfleger waren unzufrieden mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, den Patienten Gutes zu tun und zur Heilung beizutragen. Gleichzeitig wollten sie aber auch keine allzu fremdartigen Methoden in den Krankenhausalltag hineinbringen.
 
Weltweite Anwendung
Mittlerweile wurden über 200 000 Personen in mehr als 100 Ländern in dieser Methode ausgebildet. In den letzten Jahren ist die heilsame Berührung auch in Europa immer beliebter geworden und wird mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien, der Schweiz, Holland, Österreich und Skandinavien unterrichtet.
Therapeutic Touch gehört zu den am häufigsten dokumentierten komplementärmedizinischen Methoden und versteht sich ausdrücklich nicht als Alternative zur Schulmedizin, sondern als Ergänzung hierzu.
 
Körperliche Berührung
Ursprünglich wurde Therapeutic Touch als eine non-contact-Methode entwickelt. Das heißt, dass der Körper nicht berührt wird, sondern ausschließlich in dem Energiefeld behandelt wird. Aber die Entwicklung zeigt immer deutlicher, dass Menschen eine direkte körperliche Berührung als sehr entspannend und heilsam empfinden, und in Europa hat sich somit die körperlich berührende Variante deutlich durchgesetzt.
 
Heilsame Berührung in der Onkologie und Hospizarbeit
TT hat sich als begleitende Therapie in der Onkologie sehr bewährt. In Wien leistete die österreichische Ärztin Dr. Anita Ritt-Wollmersdorfer über viele Jahre hinweg Pionierarbeit und integrierte so Therapeutic Touch als Bestandteil in der onkologischen Arbeit in drei großen Krankenhäusern. Das Angebot wurde dankbar von den betroffenen Patienten aufgenommen und die Ergebnisse waren sehr positiv.
In vielen Einrichtungen bekommen Patienten mit Krebsdiagnosen regelmäßig Therapeutic Touch-Behandlungen parallel oder im Anschluss an die üblichen Chemotherapien oder Bestrahlungen. Sie berichten von der wohltuenden Wirkung, einer tiefen Entspannung und fühlen sich durch diese berührende Methode sehr angenommen. Und sie fühlen sich dadurch meist gestärkt für die anstehenden nächsten schulmedizinischen Behandlungen.
Auch in der Hospizarbeit wird diese Methode immer beliebter, denn gerade hier braucht man eine sinnvolle Ergänzung zu den notwendigen Medikamenten. Gerade auch für die letzten Lebenstage ist eine sehr präsente und wohlwollende Berührung nicht wegzudenken.
 
Behandlungsablauf
Ziel der heilsamen Berührung ist es, das menschliche Energiefeld – auch Aura genannt – mit den Händen zu erspüren und zu harmonisieren. So wird der Energiefluß angeregt und die Selbstheilungskräfte können wieder besser fließen.

 

Eine klassische Therapeutic Touch Behandlung besteht aus vier Schritten:
 
1. Zentrieren:
Die behandelnde Person bringt sich bewusst in einen entspannten, stillen und konzentrierten Bewusstseinszustand. Sie fokussiert sich auf den Patienten und aktiviert für sich selbst einen Zustand erweiterter Wahrnehmung. In diesem Zustand werden Störungen aus der Umgebung weitgehend ausgeblendet. Während der gesamten Behandlung soll dieser Bewusstseinszustand aufrechterhalten bleiben.
 
2. Energetische Befundaufnahme:
Mit den Händen gleitet der Behandler langsam und gleichmäßig in einem Abstand von 5 - 15 Zentimetern über das gesamte Energiefeld des Patienten und stellt dabei eventuelle Unregelmäßigkeiten und Asymmetrien fest, die in Form von besonderer Wärme, Kälte, Prickeln, Fülle, Leere etc. wahrgenommen werden können. Diese Informationen bilden die Grundlage der darauffolgenden Behandlung.
 
3. Behandlung:
Zuerst wird das Energiefeld geglättet und ausgestrichen; hierbei wird der Energiefluss angeregt. Wenn die Energie an bestimmten Stellen nicht gut fließt, wird dort in besonderem Maße aktiviert. Danach werden die soeben erspürten besonders bedürftigen Stellen gezielt mit den Händen harmonisiert. Es wird Energie hinzugefügt oder ausgeleitet und das Energiefeld neu geordnet. Die Bewegungen sind dabei immer weich und gleichmäßig.
 
4. Erneutes Erspüren des Energiefeldes:
Abschließend wird nachkontrolliert, was sich durch die Behandlung geändert hat. Nach Bedarf wird eventuell auch der vorherige Schritt wiederholt, bis das Ergebnis stimmig ist. Jede Behandlung wird im Anschluss dokumentiert: Wie fühlte sich der Patient vor der Behandlung? Was wurde im Behandlungsablauf vom Behandler festgestellt? Wie fühlt sich der Patient danach? Wurden seine Erwartungen erfüllt?
 
Eine Stärkung auch für die Behandler
Ist es nicht anstrengend, Energie zu geben? Diese Frage hören die Anwender oft. Aber nein, ist es nicht. Sogar eher im Gegenteil. Denn die Anwender lernen in ihrer Ausbildung zuallererst, wie sie sich selbst energetisch versorgen und stärken können, damit sie bei dieser Art Behandlung nichts von den eigenen Energiereserven hergeben müssen und irgendwann ein Burn-out droht.
Während einer Behandlung werden die Anwender selbst energetisch mitversorgt – sie sind sozusagen in der Lage, sich in einen fortlaufenden Energiestrom hineinzubegeben – und viele berichten, dass eine Behandlung auch für sie selbst eine wohltuende Wirkung hat.
Wir erleben heute ein immer größer werdendes Interesse an komplementärmedizinischen Methoden. Vor allem solche, die nicht gegen die Schulmedizin ankämpfen, sondern sich als Ergänzung dazu betrachten, finden immer mehr überzeugte Anhänger.
Und es entsteht eine immer stärkere Sehnsucht nach einer tiefen Berührung auf allen Ebenen.
Vielleicht werden ganz neue Therapien in einigen Jahren zum normalen Alltag gehören – darunter auch die besonders wohltuende heilsame Berührung.

Vera Bartholomay ist Therapeutin und Lehrerin für Therapeutic Touch. Sie unterrichtet in Deutschland, in der Schweiz und in Norwegen. Autorin von „Heilsame Berührung – Therapeutic Touch“,

www.therapeutic-touch-bartholomay.com

Literatur: