Archiv Die Zukunft gestalten


April - August 2024


Die Kraft positiver Visionen – eine Erzählung aus der Zukunft

AutorInnen: Stella Schaller/ Lino Zeddies/ Ute Scheub u.a.

(Fiktives) Interview mit dem Autor Leonardo Merwald

Die alte Hansestadt Lüneburg mit ihrer hübschen roten Backsteinarchitektur nennt sich stolz Handels- und Wasserstadt. Tatsächlich durchziehen Wasserläufe die Gassen und Parks der 80.000-Seelen-Stadt. Als ich den Fluss Ilmenau überquere, erblicke ich die Johanniskirche. Hier bin ich mit Leonardo Merwald verabredet, dem Autor der bekannten Buchreihe »Regeneratopia«. Von ihm möchte ich erfahren, wie die hoffnungslosen 2010er und 2020er in der Aufbruchsstimmung der 2030er münden konnten. Wir schlendern die Straße »Am Sande« herunter und machen es uns auf zwei Hockern an einem kleinen Wasserlauf bequem.

Wenn ich mich an meine Jugendjahre zurückerinnere, waren das sehr pessimistische Zeiten – wir hatten Angst vor Klimawandel und Artensterben, aber kaum positive Visionen, wie eine bessere Zukunft aussehen könnte. Habe ich nur mit den falschen Leuten geredet, oder war das wirklich so?

Das erinnern Sie nicht falsch. Aus heutiger Sicht ist es geradezu erstaunlich, wie visionslos und pessimistisch die Grundstimmung lange Zeit war. Klar, in einer immer komplexeren Welt ist es anspruchsvoll, überzeugende Zukunftsbilder zu entwerfen. Der grassierende Mangel an Utopien hatte aber auch mit dem Scheitern des Kommunismus und anderer heroischer Gesellschaftsvisionen zu tun, die in Diktaturen, Massenhypnose oder Straflagern geendet hatten. Vor allem die Nazis hatten mit ihrer Idee eines »Tausendjährigen Reichs« die Visionskraft missbraucht. Diese traumatisierenden Erfahrungen haben tiefe Wunden hinterlassen und Menschen skeptisch gegenüber großen Visionen gemacht. Damit wurde jedoch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Eine kriselnde Gesellschaft ohne Visionen und Ziele geht unter. 

Die Welt ist aber nicht untergegangen.

Aber fast! Bereits in den 1970ern hatten viele Wissenschaftlerinnen und Experten gewarnt, dass wir auf dem Planeten über unsere Verhältnisse leben. Trotzdem hat es viele Jahrzehnte gedauert, bis die Menschheit Konsequenzen gezogen hat. Statt anzuhalten sind wir damals mit Vollgas weiter auf den Abgrund zugefahren, bis es fast zu spät war. Das ist für mich nur damit zu erklären, dass der Weg so lange alternativlos erschien. In Politik und Wirtschaft dominierte das sogenannte TINA-Prinzip – there is no alternative. Damit wurden Entscheidungen als alternativlos verkauft. Viele Menschen konnten sich eine regenerative Wirtschaft und Gesellschaft schlicht nicht vorstellen. Turbokapitalismus, Überarbeitung in 60-Stunden-Wochen und ewiges Wachstum schienen Naturgesetze zu sein. Es war eine Krise der Imagination. Hätte es schon zur Jahrtausendwende überzeugende Gesellschaftsvisionen in Filmen und Medien gegeben, dann hätten Menschen sich schneller umorientiert.

Ist das nicht eine sehr einseitige Erklärung?

Klar, es gab noch weitere Faktoren: psychologische Verdrängung, mächtige Lobbygruppen der fossilen Wirtschaft, Pfadabhängigkeiten, kulturelle Trägheit und allgemeine Angst vor Veränderung. Jedes Problem hat viele Ursachen, die komplex zusammenspielen. Ich bin dennoch überzeugt: Eine so degenerative Kultur wie die damalige hätte es nicht so lange gegeben, wenn Menschen mehr positive Visionen entwickelt und dann auch erlebt hätten.

War das der Grund, warum Sie die »Regeneratopia«-Reihe geschrieben haben?

Richtig – wir brauchen als Gesellschaft gemeinsame strahlende Visionen, die Kraft entfalten und Gemeinschaftssinn schaffen. Davon bin ich überzeugt. Utopien machen Mut und setzen Kraft für Veränderung frei. Ohne Vision als Leitstern fehlt dem Handeln der Kompass. Es gleicht dann einem steuerlosen Schiff, das von Meereswogen hin- und hergeworfen wird.

Wo haben Sie die Ideen für Ihre Bücher gesammelt?

Zum Beispiel bei den Utopie-Konferenzen der hiesigen Leuphana Universität, die seit 2018 jährlich stattfinden. Außerdem habe ich Portale für positive Nachrichten durchforstet wie Perspective Daily, Good News oder Krautreporter, und viele Stunden Dokumentationen angeschaut. Wer sucht, der findet – und wer die Augen offenhält, dem springen reale Utopien überall entgegen. Viele Projekte habe ich selbst besucht und mich mit eigenen Augen von der Funktionsweise überzeugt.

Das klingt ja gar nicht so schwer. Kann jede und jeder Utopien entwickeln oder muss man das erst lernen?

(lacht) Natürlich kann das jeder! Die Vorstellungskraft ist wie ein Muskel, der sich trainieren lässt. Damit das Visionieren klappt, ist es jedoch notwendig, selbst in einem positiven Grundzustand zu sein. Manchmal braucht es dafür eine Prise Selbstfürsorge, Sport, Musik, einen Waldspaziergang oder was auch immer das eigene Gemüt hebt. Der Besuch besonderer, »realutopischer« Orte lässt bei mir auch zuverlässig die Inspirationsquelle sprudeln.

Was sagen Sie als Fachmann: Wie steht es heute um die Visionskraft der Menschen?

Da hat sich einiges getan: Vorstellungskraft ist heute eine geschätzte Kompetenz. Talkshows, Museen und Blogger laden Menschen häufiger ein, sich in eine positive Zukunft hineinzufühlen. Theater und Filme widmen sich utopischen Themen und alternativen Gesellschaftsentwürfen. Auch Kinder lernen in der Schule, ihre Imaginationskraft zu trainieren. In der Schule meiner Tochter gab es kürzlich eine Projektwoche zur »Zukunft deiner Träume«: Jugendliche machten ihre eigenen Träume dort spielerisch für eine Woche zur Realität. Es gibt auch Kurse und Computerspiele, um virtuell andere, bessere Welten erfahrbar zu machen. Diese Erfahrungsräume einer lebenswerten Zukunft sind sehr kraftvoll.

Was hat diesen Wandel zu mehr Visionskraft möglich gemacht?

Unter anderem war es die Heftigkeit der Krisen, gepaart mit einer größeren Sichtbarkeit realutopischer Lösungen. Viele Menschen waren lange Zeit in einer Art Krisen-Trance erstarrt, aber tief im Inneren dürsteten sie nach Hoffnung. Frische Ideen von regenerativen Kulturen haben sich Ende der 2020er aus der Nische in den Mainstream bewegt. Die konkreten Bausteine einer schöneren Welt wurden damit für viele erfahrbar. Der Film »Republic of Eutopia« brachte positive Visionen in die breite Masse. In dieser Zeit erschienen viele Geschichten und Romane, die hoffnungsvolle Welten darstellten, wie Ken Tollefs Roman-Epos »Ecotopia Rising« und auch meine Bücher. In den Köpfen der Menschen entstanden neue Möglichkeitsräume. Häuserwände trugen Graffitikunst begrünter Stadtoasen. Abgasfreie Fußgängerzonen voller Grün zeigten, wie viel schöner Nachbarschaften aussehen können. Die Erfahrung von Lebensfreude, Wohlstand und Verbundenheit fungierte als kraftvoller Anker, der in eine bessere Zukunft ausgeworfen wurde.

Wie Sie den Prozess beschreiben, klingen diese kulturellen Veränderungen geradezu natürlich. Fast schon zu einfach.

Nein, einfach war es nicht. Aber aus systemischer Perspektive liegt dahinter eine logische Entwicklung. Das Aufstreben positiver Zukunftsvisionen war überfällig. Wir Menschen sind Wesen der Imagination – unsere immense Vorstellungskraft ist die wichtigste Gabe, die uns von anderen Tieren unterscheidet. Kleine Kinder haben eine unglaubliche Fantasie. Die Armut an gemeinsamen Visionen sehe ich eher als historische Ausnahme. Die richtige Frage ist nicht, wie es möglich war, unsere Vorstellungskraft zu aktivieren, sondern wie es möglich war, sie so lange zu unterdrücken. Früher war in Schulen, Universitäten und Konzernen die Imaginationskraft wenig gefragt oder sogar unerwünscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zudem viele Menschen schwer traumatisiert, Kreativität und Lebensfreude waren kaum zugänglich. Da funktioniert das Visionieren nicht mehr.

Wie muss eine Gesellschaft mit Visionen umgehen, damit diese ihr positives Potenzial entfalten können und nicht wie so oft in der Geschichte missbraucht werden?

Wie jedes Werkzeug lässt sich das utopische Denken weise oder weniger weise einsetzen. Im schlimmsten Fall werden Gesellschaftsutopien als Rechtfertigungen für Mord und Unterdrückung eingesetzt, mit dem Argument, dass der Zweck die Mittel heilige. Zudem bergen Zukunftsvisionen immer die Gefahr, dass man sich in eine bestimmte Entwicklung verbeißt und damit den Horizont verengt. Wenn positive Visionen aber zum Austausch einladen, fremde Ideen willkommen heißen, inklusiv und offen gestaltet sind, immer mit einem Hauch Humor und Selbstkritik, dann wirken sie konstruktiv.

Manche Menschen aber reagieren mit Zynismus auf Visionen. Warum?

Zynismus erleben wir dann, wenn wir in der Vergangenheit schlimm enttäuscht und tiefe Hoffnungen vernichtet wurden. Solche Erfahrungen sind wie ein Messerstich ins Herz. In der Folge verbieten wir es uns zu träumen und entwickeln eine kritische, pessimistische Lebenshaltung. Es ist immer leichter, etwas kaputt zu machen oder zu belächeln, als etwas aufzubauen und zu gestalten. Wenn ich zynischen Menschen begegne, habe ich Mitgefühl und lasse mich nicht verunsichern.

 

Bildrechte: 2022: Lüneburg am Sande 2022 | Ralf Roletschek/Wikimedia (CC BY NC SA 4.0)  

2045: www.realutopien.de | Lüneburg am Sande 2045 | Reinventing Society & Render Vision (CC BY NC SA 4.0, Foto: Ralf Roletschek)

Zukunftsbilder 2045

 

Stella Schaller/ Lino Zeddies/ Ute Scheub u.a.

 

Oekom Vlg.,

 

176 S., 83 Farbfotos, 33 €

 

Siehe auch unter „Wortwelten“ S. 54.

 

Textauszug mit freundlicher Genehmigung des oekom-Verlages. 

 


Dezember 2023 - April 2024


Schneiders Biohofladen

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt nur nachhaltige Bioprodukte zu verkaufen, die wir selbst herstellen, regional beziehen oder deren Werte wir vertreten können.

Seit 2011 betreiben wir unter Naturlandrichtlinien unseren Biohof. Bio ist unser Leben, dem wir uns schon seit über zehn Jahren verschrieben haben. Wir halten und züchten hier vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen. Shorthorns, Angler alter Zuchtrichtung, Weiße deutsche Edelziegen, Thüringer Waldziegen, Bentheimer Landschafe und Leineschafe bestimmen unser hofeigenes Sortiment. Mit jedem Kauf unterstützen Sie, dass wir diese Tiere weiter züchten können und haben gleichzeitig etwas Besonderes auf Ihrem Teller.

Bei uns finden Sie täglich frische Brote, da wir von der Biobäckerei Diekhaus beliefert werden. Auch glutenfreie Brote und Brote mit Sauerteigführung können Sie in unserem Sortiment finden oder vorbestellen.

Hier sind wir: Kanalstraße Nord 123, 26629 Großefehn.“

 

Mehr erfahren: https://schneiders-biohofladen.de/


Fahrtziel Natur – ein starkes Netzwerk für den Klimaschutz

„Seit 2001 engagieren sich der BUND und weitere Umweltverbände zusammen mit der Deutschen Bahn in der Kooperation "Fahrtziel Natur". Gemeinsam setzen sie sich für umweltfreundliche Mobilität und nachhaltigen Naturtourismus ein. 

Fahrtziel Natur möchte den touristischen Verkehr in sensiblen Naturräumen vom privaten Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel verlagern. Damit werden CO2-Emissionen eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet.

Vom Alpenraum bis zum Wattenmeer vereinigt die Kooperation 24 Fahrtziel-Natur-Gebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Alle Gebiete setzen sich vor Ort dafür ein, dass attraktive Tourismusangebote mit klimafreundlichen Mobilitätskonzepten verknüpft werden. So können Urlauber*innen Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks entspannt und umweltschonend erleben.“ 

 

Mehr erfahren: https://www.bund.net/bund-tipps/natur-erfahren/fahrtziel-natur/


Netzwerk Nachbarschaft - Jede Wiese zählt

 

„NachbarInnen sind die Menschen, die uns am nächsten sind. Wir wohnen mit ihnen im Haus, in der Straße, im Viertel. Wir von Netzwerk Nachbarschaft stellen sicher, dass Sie sich als interessierte und engagierte NachbarInnen mit Gleichgesinnten in Deutschland und Österreich vernetzen und ihre Erfahrungen austauschen können.

Die Aktion „Jede Wiese zählt!“ prämiert zum 20. Jubiläum von Netzwerk Nachbarschaft bundesweit 20 Gemeinschaftsinitiativen, die auf kreative Weise zeigen, wie brachliegende Flächen im Wohnumfeld in blühende Wiesen und Grünanlagen verwandelt werden können.

Gemeinschaftsgärten, Innenhöfe, Straßenbeete, Balkone, Dächer und Fassaden – in unseren Quartieren ist viel ungenutzter Raum für mehr Grün vorhanden.

 

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele großartige Initiativen beworben. Eine Auswahl an Projekten stellen wir Ihnen hier vor.“ 

 

Mehr erfahren: https://www.netzwerk-nachbarschaft.net/wettbewerbe/jede-wiese-zaehlt/


Die Wissensplattform für Zukunftsorte

„Alte Gebäude zum Leben erwecken und dort Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung ermöglichen? Hier teilen Macher*innen und Wegbereiter*innen erfolgreicher Wohn- und Arbeitsprojekte auf dem Land ihre Erfahrungen.

Für Macher*innen…: Hier finden Projektinitiatoren das Praxiswissen vieler Wohn- und Arbeitsprojekte zusammengefasst und werden mit ihren Gruppen auf dem Weg zum Zukunftsort unterstützt.

…und Wegbereiter*innen: Hier finden Vertreterinnen von Dörfern, Städten und Gemeinden, aber auch Immobilienbesitzende und Projektentwickler wertvolles Wissen und Erfahrungsberichte. Unterstützung für alle, die die Ansiedlung und den Aufbau von Zukunftsorten ermöglichen wollen.

Inspirierende Orte ... und wie wir dabei helfen, dass es noch mehr werden.

Es gibt bereits viele spannende Projekte auf dem Land. Auf der Orte-Seite finden sich die Profile von Kreativ- und Zukunftsorten, die zeigen, was alles möglich ist.“

 

Mehr erfahren: https://wissen.zukunftsorte.land/


Wassertanke

Regenspeicher für die Stadt: Lasst uns Städte grüner und lebenswerter machen.

Wir entwickeln gemeinnützig und ehrenamtlich Regenspeicher für Häuser und helfen vor Ort bei der Planung, der Installation und dem Betrieb.

Unser Projekt »Die Wassertanke« hat sich zum Ziel gesetzt, die Städte grüner und lebenswerter zu machen und so auch den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken.

Kernbestandteil der Idee ist das Aufstellen von Regenspeichern in Städten. Diese sollen den Stadtbewohnern die Bewässerung der städtischen Vegetation erleichtern. Die gemeinsame Bewässerung der Pflanzen und Bäume durch die Anwohner*innen soll außerdem den Anstoß dazu geben, dass sich innerhalb der Nachbarschaft Gemeinschaften herausbilden und neue Begegnungsorte entstehen.

Wir arbeiten in verschiedenen Regionen, uns eint der Gedanke, dass wir etwas für unsere Städte tun müssen. Und wenn Du magst, bist Du vielleicht auch bald dabei?“

 

Mehr erfahren: https://wassertanke.org/


Der Warmduscher

„Hergestellt in unserer Manufaktur. Mit vielen kleinen Handgriffen & viel Liebe werden eure Warmduscher in unserer Werkstatt in Hannover hergestellt. Dabei legen wir besonderen Wert auf hochwertige Materialien & ein langlebiges Produkt. Für dich. Für die Umwelt. Für die Zukunft.

Von der Idee zum fertigen Produkt - das war auch bei uns ein langer Weg. Doch er hat sich gelohnt! Viele Zeichnungen, Pläne, Messungen, Prototypen und tausende Gedankengänge später, können wir euch nun ein Produkt präsentieren, auf das wir sehr stolz sind. Ein Produkt, das ohne Kompromisse Freude bringt und vor Allem für die gute Sache einsteht. Um dem Klimawandel wirklich etwas entgegenzusetzen braucht es nämlich genau das. Gut durchdachte Produkte, die wirklich langfristig & effizient für die Umwelt arbeiten.

Bereits nach ca. 4 Std. Duschzeit ist die Energie, die bei der Herstellung eines Warmduschers benötigt wird, kompensiert. Denn wir achten selbstverständlich bereits bei der Herstellung darauf, möglichst wenig Energie aufzuwenden.“

 

Mehr erfahren: https://derwarmduscher.de/


August - Dezember 2023


ViertelRaum – der Raum für uns im Viertel

„Vor dem Hintergrund der Oldenburger Demografiestrategie #MehrÄlterBunter wurde 2021 die Idee des „ViertelRaums“ entwickelt. Es existieren immer weniger institutionalisierte Gemeinschaftsräume und andererseits gibt es immer mehr Menschen, die allein sind, sich jedoch nicht verpflichten wollen. Ein offenes, niedrigschwelliges Angebot schafft Gemeinschaftsraum auf Zeit ohne die Verpflichtung, kostenpflichtig zu konsumieren. Es soll in jedem Viertel „ein Raum“ entstehen, der als agiler, niedrigschwelliger Treffpunkt wirkt. Die Infrastruktur des Viertels und die Zugehörigkeit der Einzelnen zum eigenen Stadtviertel soll gestärkt werden. Menschen können sich hier aufhalten, Dinge und Erfahrungen austauschen, Tipps für Reparaturen und sonstige Hilfe- und Beratungsangebote anbieten und nutzen. Hierbei wird auch auf bestehende Strukturen von Hilfsangeboten in der Stadtgesellschaft zurückgegriffen und bedarfsgerechte Angebote gemacht, ohne Strukturen zu doppeln.“

 

Mehr erfahren: https://viertelraum.de


Naturgarten e.V.

„Wir sehen die Gärten und Grünflächen der Zukunft als bunte und vielfältige Lebensräume, mit heimischen Pflanzen und Tieren, abwechslungsreichen Lebensraumstrukturen und einer nachhaltigen Gestaltung und Bauweise. Diese Gärten sind anpassungsfähig an sich ändernde Lebens- und Klimabedingungen und bieten Raum für Erholung, Entspannung sowie Natur-Erlebnis genau dort, wo wir leben und arbeiten.

Wir engagieren uns für eine nachhaltige Gestaltung naturnaher Gärten und Grünflächen, die biologische Vielfalt fördern. Dabei können wir auf mittlerweile mehr als 30 Jahre Erfahrung zurückgreifen. Für unser Ziel vernetzen wir Akteure aus Wissenschaft, Bildung, Politik und Gartenbau. Unser Wissen geben wir in Form von Publikationen, Tagungen und praktischen Ausbildungskursen weiter.

Unser Verein ist in Regionalgruppen organisiert, in denen sich alle, die sich für Naturgärten einsetzen, vernetzen und gemeinsam aktiv werden können. Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit in Ihrer Region haben, schauen Sie einfach mal vorbei!“

 

Mehr erfahren: https://naturgarten.org


Stoffers Hoff – Biofleisch

„Ich bin Biobäuerin aus Überzeugung und möchte mit meiner Art der Landwirtschaft Tiere, Arten, Klima und unsere Umwelt schützen.“ Elisabeth Fresen, leitet den Betrieb seit 2020.

Der Stoffers Hoff wurde vor 400 Jahren gegründet und liegt „Im dicken Ort“, im historischen Ortskern von Eitze bei Verden. Wir halten Mutterkühe, arbeiten für Natur- und Klimaschutz, bauen Feldfrüchte an und pflegen Obstbäume. Alles nach Bioland-Standards. 

 

In unserem Hofladen bieten wir das Fleisch unserer Weiderinder an. Ihr bekommt saftige Steaks (Premium und Special Cuts), feine Filets, leckere Braten, Gulasch und Rouladen, Burgerpatties, Hackfleisch, Suppenfleisch und Knochen für reichhaltige Brühen sowie Bratwurst, Salami, Schinken, Knipp und Wurst im Glas.

Daneben bieten wir im Hofladen ein hochwertiges Sortiment von befreundeten Biohöfen an. Dazu zählen Eis und Käse, Säfte, besondere Eier, Kartoffeln, Honig, Tee und Kräuter sowie Suppenhühner.“ 

 

Mehr erfahren: www.stoffershoff.de


Verein 3 fürs Klima

„Klimaschutz geht dir nicht schnell genug voran? Du möchtest etwas gegen den Klimawandel bewirken und dabei möglichst effektiv sein? Oder du bist einfach nur neugierig, was die verschiedenen Hebel sind, die jeder und jede einzelne in der Hand hat? Dann bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir, wie du nicht nur effektiv zu weniger Ausstoß schädlicher Klimagase beitragen, sondern sogar klimaneutral sein kannst.

Wir sind eine Gruppe von engagierten Menschen aus ganz Deutschland; alle mit dem Ziel, Klimaneutralität in der breiten Gesellschaft, und damit langfristig auch in Politik und Wirtschaft zu verankern. Konkret wollen wir andere Menschen motivieren und sie darin unterstützen, schon heute klimaneutral zu leben, indem wir Bewusstsein schärfen, Kenntnisse über effektive individuelle Handlungsmöglichkeiten vermitteln und die Bemühungen einzelner auf dieser Plattform bündeln und sichtbar machen.“

 

Mehr erfahren: www.3fuersklima.de


Die Succow-Stiftung

„Mit dem Preisgeld des an ihn 1997 verliehenen Right Livelihood Awards, der auch Alternativer Nobelpreis genannt wird, gründete Michael Succow zwei Jahre später eine der ersten gemeinnützigen Naturschutzstiftungen in den neuen Bundesländern. Die Succow Stiftung ist eine operativ wirkende Stiftung und ist national wie international tätig. Sie folgt dem Leitgedanken: Erhalten, Haushalten, Werthalten. 

Zunächst engagierte sich die Stiftung in Ländern des postsowjetischen Raumes bei der Entwicklung und Sicherung von Nationalparken und Biosphärenreservaten mit einer Handvoll Mitarbeiter*innen. Inzwischen ist die Stiftung auf mehr als 30 Mitarbeiter*innen angewachsen und setzt Projekte auf vier Kontinenten um zu Klimaschutz, Schutzgebieten, zukunftsfähiger Landnutzung sowie zur Nachwuchsförderung. Durch die Expertise der Mitarbeiter*innen und des Stiftungsrates ist sie dabei in allen Landschaften gut aufgestellt - von Mooren bis zu Wüsten.“

 

Mehr erfahren: www.succow-stiftung.de


Wasserturm Waren - Müritz

„Unser historischer, denkmalgeschützter Wasserturm steht in Waren an der Müritz auf dem Nesselberg. Von dieser bewaldeten Anhöhe, zwischen Binnenmüritz und Feisneck gelegen, erreichen Sie den Hafen und das Stadtzentrum in wenigen Gehminuten. 

Zwei öffentliche Badestellen und der Müritz-Nationalpark befinden sich in unmittelbarer Nähe. Genießen Sie die wunderbar entkoppelnde Stille, die Sonnenauf- und -untergänge über den nahe gelegenen Gewässern und beobachten Sie die vielfältige Natur rund um den Turm.

Im Juli 2009 gründeten sechs Freundinnen und Freunde die BEWAHREN Ferienhaus eG mit dem Ziel, den Wasserturm in Waren (Müritz) zu kaufen und anschließend zu vier Ferienwohnungen umzubauen. Von der Liebe zu unserem ganz besonderen Ferienobjekt angesteckt, traten mehr und mehr Gleichgesinnte unserer Genossenschaft bei, so dass diese mittlerweile auf über 50 Mitglieder angewachsen ist. Wir freuen uns nach wie vor über jeden Neuzugang!“

 

Mehr erfahren: www.bewahren.org