Achtsames Leben Herbst 2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,


nach den langen Tagen des Sommers geht es nun im Herbst wieder nach innen, in der äußeren wie in der inneren Welt. Die Ruhe des Herbstes lädt ein, sich einfach mal abzukoppeln von all dem Getöse der Welt. Mal wieder ein Buch ganz durchlesen - das ist auch für das Gehirn sehr entlastend.


Das Herbst-Heft ist auch wieder sehr zum Länger-Lesen geeignet. • Ein uns sehr wichtiges Thema, das unsere Gesellschaft auf so vielerlei Arten grundlegend zum Wohle von vielen Menschen verändern wird, ist das Bedingungslose Grundeinkommen; dazu ein Interview mit Götz Werner (S. 8). • Uwe Christiansen lässt uns astrologisch einen Blick nach vorne werfen (S. 5). • Mona Kino hat sich eingehend mit Mitgefühl und Empathie befasst (S. 13). • Dass Krankheit auch einen Wert haben kann, das beleuchtet Theresia de Jong aus eigener Erfahrung (S. 17). • Der Königsfurt-Urania Verlag wird 40 Jahre jung und hat einen wunderschönen Bildband herausgegeben über Hermann Haindl, einen Künstler, der ein besonderes Tarot geschaffen hatte (S. 34). • Der Hof Grummersort betreibt jetzt Solidarische Landwirtschaft (S. 29). • Sabrina Gundert ist ihrer Vision des Herzens gefolgt und hat ein eigenes Magazin herausgegeben (S. 25 u. 60). • Und wir dachten wir erzählen mal, wie das Achtsame Leben eigentlich entsteht (S. 23).


Eine schöne Herbstzeit und genießen Sie die Farben!

Das wünschen Ihnen Ihre Plaggenborgs



Die Beiträge der Herbstausgabe 2017:


Vom Wert der Krankheit

Von Theresia de Jong:

"Krankheit ist die dunkle Schwester der Gesundheit. Und meist total unbeliebt. Dabei kann sie uns sehr viel geben, wenn wir den Mut haben, uns ihr in Liebe zuzuwenden. Drei Jahre nach meiner Melanom-Hautkrebs – Genesung (inzwischen sind es 14 Jahre! her) hatte ich meine Krankengeschichte in einem Buch aufgearbeitet. Natürlich hätte ich damals auch die ganze Episode abhaken können.  Nach dem Motto: Glück gehabt. Schlussstrich und schnell vergessen.  Aber ich wusste: Das Leben wird niemals wieder so sein wie zuvor.  Der Weg nach innen ist unumkehrbar. Die Erkrankung hatte mich an meine brachliegende Spiritualität erinnert. Im Grunde wusste ich seit meinen Kindertagen von den Dingen, hinter den Dingen. Aber irgendwann hatte ich es vergessen. Erst als ich mit der Krebsdiagnose konfrontiert wurde, erwachte in mir der Zugang zu meiner Seele erneut. Hier ein Auszug aus dem Buch:"    Mehr lesen...


Die astrologische Zeitqualität

Von Uwe Christiansen:

Die Zeitqualität von Oktober 2017 bis Frühjahr 2018
Donald Trump macht dem negativen Ausdruck des Planeten Uranus mit seiner Cholerik und Unberechenbarkeit „alle Ehre“. Die sehr wohl möglich positive Ausprägung des Aspekts Uranus Konjunktion Sonne (in seinem Geburtshoroskop) von einem inspirierten Handeln, ist bei ihm leider nicht zu beobachten und wohl auch nicht mehr zu erwarten.
Was sagt uns die "Großwetterlage am Himmel" über die möglichen Inhalte der bevorstehenden Monate?
Drei wichtige Planeten, Jupiter, Saturn und Uranus wechseln in den kommenden Monaten das Tierkreiszeichen. In der astrologischen Betrachtungsweise wird dieser Eintritt Ingress genannt. Ein Horoskop, auf den genauen Zeitpunkt des Übergangs gestellt, zeigt symbolisch die Möglichkeiten, die diese Zeitqualität mit sich bringen kann.
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Wie entsteht das Achtsame Leben?

Von Ulrike Plaggenborg:

Sie kennen das Achtsame Leben seit vielen Jahr(zehnt)en, aber wissen Sie eigentlich, wie das Achtsame Leben entsteht? Wenn wir es Ihnen mal erzählt haben, ja, aber die meisten wissen es wohl nicht. Daher wollen wir in dieser Ausgabe einmal erzählen, wie das so geht.

Wo kommen die redaktionellen Texte des Achtsamen Lebens her?

Vom Lesen! Ich lese im Prinzip den ganzen Tag von morgens bis spät abends. Eine Tageszeitung, am Wochenende zwei, dann jede Menge Newsletter aus den unterschiedlichsten Themenbereichen, Verlagsvorschauen, Magazine und Zeitschriften zu „unseren“ Themen, Blogs, Internetseiten, Facebook-Artikel und spät abends im Bett dann ein schönes Buch. Im Urlaub habe ich mehr Zeit zum Bücherlesen. 

Wenn ich dann irgendwo einen interessanten Artikel gefunden habe, schreibe ich den Verlag oder den Autor direkt an mit der Bitte um die Erlaubnis zur (Zweit)Veröffentlichung. 

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„Wir werden einmal darüber lachen, Arbeit müsse bezahlt werden“

dm-Gründer Götz Werner über Arbeitsglück und Unternehmensethik 

Interview: Melanie Redlberger von „trailer kultur.kino.ruhr“

trailer: Herr Professor Werner, Sie stehen für einen betont unautoritären Führungsstil im Unternehmen und plädieren außerdem für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Was muss passieren, damit Arbeit nicht nur Geld, sondern auch innere Zufriedenheit oder sogar Glück bringt?

Götz Werner: Wenn Menschen in ihrer Arbeit über sich selbst hinauswachsen können, macht sie das glücklich. Wenn man sagen kann: Mensch, heute habe ich etwas geschafft, das hatte ich mir nicht zugetraut. Zum Beispiel: Heute waren so viele Kunden im Laden und ich bin überhaupt nicht nervös geworden, habe das souverän gemeistert, mit meinen Kollegen zusammen.

Als Unternehmer muss man Rahmenbedingungen schaffen, dass die Mitarbeiter für diejenigen arbeiten, für die sie tatsächlich arbeiten: für die Kunden. Nicht, weil ein Chef es anordnet oder weil der Vorgesetzte so ein tolles Vorbild ist oder weil er eine Riesenprämie verspricht, sondern weil sie den Sinn ihrer Arbeit in der Aufgabe selbst entdecken. Es ist eine Bewusstseinsfrage.   Mehr lesen...



Empathie, die Kehrseite des Mitgefühls

Illustration: Gesine Grotian

Von Mona Kino:

In letzter Zeit gibt es zunehmend Artikel, die sich mit den Vor- und Nachteilen von zu viel oder zu wenig Mitgefühl, Achtsamkeit und Empathie beschäftigen. Die einen sagen, dass einen zu viel Empathie oder zu viel Achtsamkeit - wie eine böse Stiefmutter aus Grimms Märchen - unweigerlich in den Burn-out treibe. Die anderen beklagen, dass uns das Mitgefühl abhandengekommen sei. Ich habe ein 36-tägiges Empathietraining (www.trainingempathy.com) absolviert, und ich kann sagen: Weder dem einen, noch dem anderen ist so. 


Sehe ich mir die Übersetzungsmöglichkeiten im Wörterbuch an, tauchen im Englischen drei völlig unterschiedliche Begriffe für Mitgefühl auf: compassion, sympathy, commiseration, die wiederum etliche unterschiedliche Bedeutungen im Deutschen haben: Barmherzigkeit, Mitleid, Erbarmen, Sympathie, Anteilnahme, Beileid und Verständnis. Schlägt man Empathie nach, steht da neben Mitgefühl noch Einfühlungsvermögen. Das ist durchaus verwirrend. 

 

Mitfühlen bedeutet erst einmal, Gefühle von Anderen zu teilen. Diese Gefühle teilen wir meist unbewusst. Wie überhaupt achtzig Prozent unserer Kommunikation unbewusst abläuft. Nur ab und an tauchen sie in unserem Bewusstsein auf.  Mehr lesen...


Vision des Herzens

Foto: ©Raphi See photography

Von Sabrina Gundert:

Ich hatte keine Ahnung, wer er war und woher er kam, als ich ihn plötzlich hörte. 

Zuvor war ich eine Stunde Zug gefahren. Hatte viel geschrieben. Mir Gedanken darüber gemacht, wie weit ich meiner Vision folgen konnte, wie weit es sinnvoll war. Ob ich nicht manchmal doch lieber vernünftig werden, mich um das Geld kümmern, einen Plan machen sollte. 

Ob ich wirklich so weit vertrauen durfte, auf mich, den Ruf in mir und die Vision einer Welt, in der Menschen sich erinnern an das, wofür sie hier sind. In der sie ihr Eingebundensein zwischen Himmel und Erde wieder spüren, den tiefen Frieden, der daraus erwächst, und es wagen, einander als Menschen zu begegnen.

Und dann stand er da. Davide Martello, dessen Namen ich erst viel später erfahren sollte, und sein Flügel, angehängt an ein E-Bike. Er stand da, mitten auf der Marktstätte in Konstanz am Bodensee, einem sonst eher kahlen, fast baumlosen Platz, über den die Menschen an gewöhnlichen Tagen in die Stadt hetzen, mit Einkaufstaschen, Plänen im Kopf, gesenktem Blick.     

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Ständige Erreichbarkeit

Von Silvia Braumandl & Dr. Bernhard Becker:

Dem stets wachsenden Handlungsdruck im Beruf mit mehr Achtsamkeit begegnen. Ein wichtiger Hinweis insbesondere an Führungskräfte im Umgang mit Mitarbeitern. 

Von vielen Menschen wird im Beruf und Alltag erwartet, immer und überall erreichbar zu sein. Ein gefühlter Dauerdruck der schnellstmöglichen Aktion und Reaktion. Getrieben von der großen Flut der Informationen, nicht mehr Herrscher seiner eigenen Welt. Im Resultat tritt dabei vielfach bei Mitarbeitern und auch Führungskräften eine große Informations-und Handlungsüberforderung ein, die von beginnendem Stress über Depressionen bis hin zu Burn-Out-Diagnosen reichen kann. Das Zeitalter der Digitalisierung setzt an dieser Stelle noch einen drauf. Nicht, dass hier dem Trend der zunehmenden Digitalisierung, die selbstverständlich auch ihre guten Seiten hat, widersprochen werden soll. Trends setzen aber erfreulicherweise auch Gegentrends. Der Digitalisierung auf der einen Seite steht inzwischen der große Begriff der „neuen“ Achtsamkeit gegenüber. Der schnellen Reaktion mehr die besonnene (oder auch besinnliche) Aktion. Sich wieder Zeit nehmen für sich und einen Entscheidungsprozess. Nicht sofort auf Antworten gehen, sondern „mal wieder die Achtsamkeits-Taste drücken!“ 

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Naturverbundene Rituale für den Alltag  - Verbindung stärken

Von Judith Wilhelm:

Rituale, die Heilung bringen, Gemeinschaften stärken, uns in Kraft und Lebensfreude bringen 

 

In der Westafrikanischen Kultur der Dagara steht Gemeinschaft im Mittelpunkt des alltäglichen Lebens. Jedes Kind spricht mehrere Frauen und Männer mit Mutter und Vater an, d.h. als eine vertraute Person, die für sie sorgt. Wenn Du in einem Dorf der Dagara lebst und ein Problem oder eine Krankheit hast, dann sieht die Gemeinschaft das immer als den Ausdruck einer Inbalance des ganzen Dorfes. Somit sorgen auch alle gemeinsam dafür, dass die Person wieder in ihre Mitte und Gesundheit kommt. Meist haben die Heilungswege mit Ritualen zu tun, an denen das Ganze Dorf beteiligt ist. 

Sobonfu Somé ist eine Lehrerin aus diesem Stamm der Dagara. Ihr Name ist auch ihre Lebensaufgabe. Sobonfu heißt: „Hüterin der Rituale“. Als junge Frau kam Sobonfu Somé aus einem Dorf, in dem Verbundenheit wichtiger war als fließend Wasser und Strom, in die westliche Welt, zunächst in die USA. Ihre Ältesten schickten sie gemäß der Vision, die sie für sie empfangen haben, los, ihre Rituale an Menschen der westlichen Kultur weiterzugeben.  Mehr lesen...



Hermann Haindl: Leben - Kunst -Tarot

Hermann Haindl ist der Schöpfer des weltbekannten Haindl-Tarot, ein visionärer Künstler, dem zahlreiche Ehrungen zu Teil wurden, ein humanistischer Aktivist und ein geistreicher Erkunder von Anderswelten. „Wandelnde Wolke“ lautet sein Indianername.

Haindl, Jahrgang 1927, arbeitete für die Bühnen der Stadt Frankfurt am Main als Leiter der künstlerischen Werkstätten und Bühnenbildner. 1977 machte er sich selbständig, widmete sich dem freien Malen. Legendär ist das von ihm mit initiierte Versöhnungsfest, in dem Vertreter verschiedenster Religionen und Kulturen zusammen feierten.

Dieses Buch erzählt von einem langen, äußerst schöpferischen Leben, das geprägt war von Kunst, vom Willen, sich einzumischen, und von der Liebe zu allen Geschöpfen der Erde – kurz: Es erzählt von einem großartigen Lebens-Gesamtkunstwerk.

Zu Haindls 90. Geburtstag erscheint dieses Opus Magnum, das auf 272 großformatigen Seiten und mit über 500 Abbildungen Beiträge von Dieter Rexroth, Peter Lückemeyer, Rachel Pollack und vielen anderen präsentiert.

Das Buch enthält als Beilage eine handkolorierte, signierte Lithographie von Hermann Haindl.

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Neues vom Hof Grummersort: Solidarische Landwirtschaft

Seit Mai 2017 bieten wir Ihnen einen neuen Weg am Hof Grummersort und seinen landwirtschaftlichen Produkten teilzuhaben. 

Wir, die neuen Bewirtschafter-Familien der Hofgemeinschaft, Sebastian Mall und Eva Rotter, Christoph Zimmermann und Marie Martensen sowie Eike und Julia Frahm werden ein Viertel des Hofes nach dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft bewirtschaften. 

  

Bei der Solidarischen Landwirtschaft trägt eine Gruppe von Menschen die Kosten des Hofes durch einen monatlichen Beitrag und bekommt im Gegenzug dafür alles, was auf dem Hof  erzeugt und produziert wird. Das Ernteglück teilen sich die Mitglieder dabei genauso wie das Ernterisiko. Die geernteten Produkte werden einmal in der Woche an diese Mitglieder ausgeteilt. In wöchentlichen Hofbriefen erfahren Sie, was auf dem Hof gerade los ist und was wir in der Woche liefern werden.

Wir bieten außerdem die Möglichkeit bei gemeinsamen Aktionen auf dem Hof die Zusammenhänge der regionalen Landwirtschaft kennen zu lernen und eine Beziehung zu dem Ort, zu uns Menschen und den Lebensmitteln aufzubauen.

Ausführliche Informationen zur Solidarischen Landwirtschaft in Grummersort finden Sie auf der Internetseite www.solawi-oldenburg.de.

Die bisherigen Vermarktungswege über die Hof-Kiste und die Marktstände bleiben bestehen.       Mehr lesen...


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Die nächste Ausgabe des Achtsamen Lebens erscheint Ende Dezember 2017.

Anzeigenschluss ist am 25. November ; Redaktionsschluss ist am 15. November.