Achtsames Leben Herbst 2019

In unserem Blog gibt es immer wieder Neues, Anregendes, Nachdenkenswertes zu sehen. Zum Blog...


© aussilassO - www.pixabay.com
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

unsere arme Erde macht uns Menschen ja nun unmissverständlich deutlich, was falsch läuft mit ihr. Dank Greta Thunberg und vielen anderen rückt zumindest das Thema Klimawandel mehr in den Fokus.

  • Für Menschen, die da noch Zweifel haben, hat Fred Hageneder mal ein paar Irrtümer klargestellt, S. 23.
  • Martin Kirchner hat gemerkt, wie der Funke überspringt, als er 100 herausragende Pionier*innen des Wandels interviewt hat. Sein Online Summit war sehr inspirierend, S. 20.
  • Achtsamkeit und Resilienz sind unabdingbar und hilfreich in der heutigen Zeit, um mit all den Veränderungen und Belastungen klarzukommen, meint Doris Kirch, S. 9.
  • Ohne inneren Wandel gibt es keinen Wandel im Außen. Wie wir uns in den Wellen des inneren Wandels bewegen können, das hat Katharina Sebert sehr schön verdeutlicht, S. 7.
  • Ein aufschlussreiches und aufrüttelndes Interview mit dem Arzt und Medizin-Ethiker Andreas Zieger zum Thema Organspende, also zur Frage von Leben und Tod, hat Karsten Krogmann von unserer hiesigen Tageszeitung NWZ geführt, S. 15.
  • Dirk Grosser hat sich in einer Zeit großen Zweifels von einem sehr ungewöhnlichen irischen Priester – einer Mischung aus Gandalf, Dumbledore und einem in die Jahre gekommenen Jesus - inspirieren lassen und Zugang zum keltischen Christentum gefunden, S. 5. 

Wir wünschen Ihnen/Euch allen einen besinnlichen Herbst mit Zeit zum Rückzug ins Innere, um von dort aus mit Mitgefühl nach außen zu schauen.

 

Die Plaggenborgs

 

Die Auslagestellen des Achtsamen Lebens finden Sie immer auf 
www.achtsames-leben.org/service/auslagestellen.

 

Die Blätterversion



Die Themen der Herbstausgabe:


In den Wellen des Wandels

Foto: www.pixabay.com

Autorin: Katharina Sebert

Wenn du dich im Zwischenreich von dem, was nicht mehr ist und dem, was noch nicht ist, befindest, gibt es nur das Hier und Jetzt und die Möglichkeit, mit den Wellen des Wandels zu sein und dich ihnen hinzugeben. Wenn es dir wie mir und vielen Menschen in meinem Umfeld geht, liegt das Ende einer bedeutsamen Lebensphase hinter dir und vor dir etwas Neues, was du noch nicht kennst, vielleicht erahnen kannst und eventuell eine Vision dafür hast. Die Sonnen– und Mondfinsternisse in diesem Monat (Juli, Anm. d. R.) haben ihren Teil dazu beigetragen, in die Klärung zu bringen, wo du noch Unerlöstes aus der Vergangenheit lösen und befreien darfst, um wirklich in deiner Wahrheit zu stehen und zu wirken. 

Wandelzeiten sind Wellenzeiten 

Wellen der Wehmut durchfluten dich möglicherweise, wenn du auf das Vergangene zurückblickst, das dir entrissen wurde, unmöglich wurde und nicht mehr gelang. Ein Zeitfenster hat sich geschlossen und du kannst nicht mehr zurückkehren in das Bisherige.       Mehr lesen...   


Klimazerrüttung

Autor: Fred Hegeneder 
Smoke and Mirrors: 

Strategien der Desinfor-mation: Konzerne 

Eine Klimastudie, die als »vertraulich« eingestuft und dem Vorstand von Shell Oil vorgelegt wurde, stellte klar und unmissverständlich fest, dass die CO2-Emissionen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe den Planeten erhitzen würden. Shell fasste zusammen, dass »die Veränderungen die größten in der Geschichte sein könnten«, und listete Auswirkungen auf, wie den Rückgang der Polkappen, den Anstieg des Meeresspiegels (möglicherweise bis zu fünf bis sechs Meter), das Verschwinden bestimmter Ökosysteme, die Zerstörung von Lebensräumen, zunehmende Probleme mit der Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln und Trinkwasser, den Rückgang des Wohlstands in verschiedenen Teilen der Welt und die unvermeidbare Massenmigration.* Dieser interne Shell-Bericht ist von – 1986.*
Er war nicht der erste seiner Art.

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Eine Frage von Leben und Tod

Haben wir die moralische Pflicht, Organe zu spenden?

Ein Gespräch von Karsten Krogmann (NWZ) mit dem Arzt und Medizin-Ethiker Andreas Zieger

955 Menschen haben im vergangenen Jahr nach ihrem Tod Organe gespendet – zu wenig, findet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, weil 10 000 Kranke auf ein Spenderorgan warteten. Er sagt: Wir brauchen mehr Organspender! Aber ist das auch so? 

Frage: Haben Sie einen Organspender-Ausweis, Herr Professor Zieger?

Zieger: Nein, habe ich nicht.

Frage: Warum nicht? „Organspende rettet Leben“, sagt der Bundesgesundheitsminister. Möchten Sie keine Leben retten?

Zieger: Früher habe ich auch so einfach gedacht. Ich kann mich erinnern, dass ich als klinisch tätiger Neurochirurg vor 25 Jahren versucht habe, Angehörige mit dem Argument christlicher Nächstenliebe von einer Organspende zu überzeugen. Mit zunehmendem Nachdenken fragte ich mich aber, ist das wirklich so einfach? Reparieren wir da etwas, oder greifen wir ins Leben ein? Ist eine Organhergabe nach dem festgestellten Hirntod eine Pflicht, die wir gegenüber anderen Menschen haben? Das Wort Organspende sagt bereits alles darüber: Eine Spende ist immer freiwillig und uneigennützig, sonst ist es keine Spende.       Mehr lesen...


Wenn der Funke überspringt

Martin Kirchner, Mit-gründer der „Pioneers of Change“ hat im Rahmen des Pioneers of Change Online Summit im März 2019 Interviews mit über 100 herausragenden Pionier*innen geführt – über den Wandel unserer Gesellschaft und was das mit uns zu tun hat. Irmgard Stelzer (TAU-Magazin) hat ihn getroffen und ein Gespräch mit ihm geführt.

TAU: Was haben die vielen Geschichten mit dir gemacht?

Martin: Zuerst hab ich mir gedacht: „Mein Gott, ich mach halt einfach Interviews.“ Mit der Zeit hab ich dann aber gemerkt, dass mich diese besonderen Begegnungen tief berühren und mich auch als Mensch verändern. Dass ich innerlich wachse, indem ich offen, präsent und innerlich zugewandt mit meinen persönlichen brennenden Fragen in Dialog gehe.

Mit der Zeit konnte ich auf manche Aussagen von Menschen zugreifen, hatte Schlüssel- Zitate präsent. Neben dieser kognitiven Ebene – also was diese „gscheiten“ Menschen alles sagen – gibt es aber noch eine andere Ebene: Durch diese teilweise wirklich emotionalen Begegnungen entstand bei mir tiefe Berührtheit, es sprang ein Funke über.      Mehr lesen...



Achtsamkeit und Resilienz

Illustration: Gesine Grotian

Autorin: Doris Kirch

Resilienz fördert, salopp gesagt, ein dickeres Fell im Umgang mit dem Stress des Alltags. Von Achtsamkeit sagt man das Gleiche. Welche Gemeinsam-keiten und Unterschiede gibt es zwischen dem Konzept der „7 Säulen der Resilienz“ und der buddhistisch basierten Acht-samkeitspraxis? Wissenswertes für jeden, der an einem wirkungsvollen Stressmanagement interessiert ist.  

Definition von Resilienz 

Der Begriff Resilienz bedeutet kurz gesagt: psychische Widerstandsfähigkeit. Damit wird die Fähigkeit eines Individuums bezeichnet, schwierige Ereignisse wie Krisen Widrigkeiten, Verluste, Traumata, Bedrohungen, Beziehungs- und Familienprobleme, ernste Gesund-heitsprobleme oder Stress am Arbeitsplatz gut bewältigen zu können, das Beste daraus zu machen und daraus zu lernen. 

Ein resilienter Mensch ist jemand, den das Leben nicht so schnell „auf die Bretter schickt“. Wenn das doch einmal geschieht, findet er schnell in sein inneres Gleichgewicht zurück.          Weiterlesen auf S. 9...


Am Sonntag geht Gott angeln

Autor: Dirk Grosser

Es gibt eine Menge Dinge in der menschlichen Geschichte, die in Vergessenheit geraten sind. Bei einigen davon ist das nicht weiter schlimm, denn niemand vermisst wohl ernsthaft das ptolemäische Weltbild, die Phrenologie oder so bahnbrechende Erfindungen wie mit Blei verlötete Konservendosen. Wir sehnen uns nicht nach der Medizin des Mittelalters zurück und jenseits von romantischen Vorstellungen ist auch die Dampflok für die meisten Zeitgenossen eher unattraktiv. Manches, was eine Zeit lang das Nonplusultra zu sein schien, wird irgendwann von etwas Sinnvollerem, Nachhaltigerem, Vernünftigerem oder schlicht Effektiverem abgelöst, während anderes sich ganz einfach als Irrweg entpuppt.

Bei einigen geistesgeschichtlichen Strömungen sieht die Lage allerdings anders aus. Obwohl scheinbar ausradiert, blieben von ihnen noch Fragmente und einzelne, leicht verloren wirkende Puzzleteile übrig, die wir heute mühsam zusammensetzen und dabei staunend entdecken, dass dieser oder jener Aspekt einer bestimmten Weltsicht uns heute ganz gut zu Gesicht stehen würde. Das ist so bei der Naturverbundenheit der nordamerikanischen Indianer und wird vielleicht ebenso irgendwann tragischerweise bei der im Untergang begriffenen Kultur Tibets so sein.

Auch das Thema dieses Buches betrifft eine solch untergegangene Geisteshaltung, deren Inhalte uns heute noch viel sagen und uns auf eine neue Spur in Richtung lebenswerter Zukunft setzen können.     Mehr lesen...                            



TAU – Magazin für Barfußpolitik

Zwischen gutem Leben, Politik und Spiritualität

„Ich hab‘ unlängst erst wieder gesehen, dass wir so einen schönen Vereinsnamen haben!”, sagt Gudrun zu mir: „TAU – Verein für beherzte Gesellschaftsgestaltung und angewandte Lebensfreundlichkeit”, so steht es in unserem Impressum.

Dieser Titel ist 2011 entstanden, einige Jahre bevor Gudrun und ich, Irmgard, in den inneren Kreis von TAU gekommen sind, der aktuell aus dreieinhalb Personen besteht: Gudrun, Michael und mir – und zur Hälfte Christian, der gerade den Aufbau des Wohnprojekts „Auenweide” koordiniert. Wir vier schaffen den Rahmen, damit zwei Mal im Jahr ein Magazin entstehen kann, das sich der Barfußpolitik widmet. 

„Was ist das, Barfußpolitik?” werden wir oft gefragt. Ja, was assoziieren SIE, was assoziierst DU mit Barfußpolitik? - Es gibt keine „richtige” Antwort – genau das ist auch eines unserer wesentlichen Anliegen: Wir wollen weder den Teufel an die Wand malen, noch die rosarote Brille aufsetzen – wir wollen die Welt, die Menschen, ihr Tun und Sein in ihrer Vielfalt, Widersprüchlichkeit, Licht & Schatten erforschen. Wir wollen dem Politischen ebenso Raum geben, wie dem Spirituellen, auf dass es sich verbinden möge ... 

Wir bewegen uns im Feld der – nicht genau abgesteckten – „Wandel-Bewegung”. In der Kurzform unserer Blattlinie steht’s so: „TAU widmet sich lebensbejahenden und kulturtransformierenden Sichtweisen und Projekten.”       Mehr lesen...


Neues aus der Redaktion

Foto: www.pixabay.com

Es gibt mal wieder Neuigkeiten von den Plaggenborgs: 2020 wird Karl-Heinz 70 Jahre jung und Ulrike 65, da haben wir uns überlegt, dass wir ein bißchen weniger arbeiten wollen. Deshalb wird das Achtsame Leben ab dem nächsten Jahr (2020) dreimal im Jahr erscheinen, und zwar nach voraussichtlicher Planung am 15. April, 15. August und 15. Dezember. 

Wir setzen jetzt einmal Ihr freundliches Verständnis voraus, schließlich möchten wir das Achtsame Leben ja auch noch länger herausgeben. Im Moment ist es ein wenig so: nach dem Heft ist vor dem Heft, und etwas Verschnaufpause tut allen ganz gut, glauben wir. Wir brauchen z.B. Zeit zum Lesen, um ansprechende Beiträge zu finden. 

Es ist auch nicht so, dass wir sonst nichts zu tun haben.     Mehr lesen...   


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Die nächste Ausgabe des Achtsamen Lebens erscheint Ende Dezember 2019.

Anzeigenschluss ist am 20. November; Redaktionsschluss ist am 10. November.