Achtsames Leben Frühjahr 2018

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Liebe Leserinnen und Leser,

 

in unserer Welt finden große Veränderungen statt, und viele davon haben mit Technik zu tun. Ein Thema, das uns herausfordert, uns als Menschheit erneut zu fragen: wo stehen wir und wem gehört die Zukunft? Im Beitrag „Die Algorithmen und wir“ befasst sich Tom Steininger ausführlich damit, S. 13. • Zu „Wahrer Freiheit“ in unserem Alltag, unseren Beziehungen, in dieser Welt lädt uns Jack Kornfield in seinem neuen Buch ein, S. 5. • Das Magazin „BIORAMA“ wartet vierteljährlich mit sehr lesenswerten Beiträgen auf, und einen dürfen wir auch Ihnen präsentieren: „Die Wildnis ist zurück“ über die Rückkehr des Wolfes in den deutschsprachigen Raum, S. 7. • Der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung haben den Fleischatlas 2018 veröffentlicht. In unserer Region wird nach wie vor übermäßig viel Fleisch produziert, massives Abstocken sei unumgänglich dem Tierwohl zuliebe, S. 23. • Im Küchengarten Jaspershof in Westerstede hingegen wird viel für eine gesunde Anbauweise und Ernährung getan, S. 22. • Viel für die Gesundheit tut auch, wer Qi Gong übt, und das schon seit 25 Jahren im Oldenburger Schloßgarten, S. 12! • Einen schönen Nachruf auf den im September verstorbenen Reinhard Schimmelpfeng hat Wolfgang Stroh verfasst, S. 19. • „Der Zauber des Orients“ umfängt uns in den Illuminationen und Miniaturen von Anne-Elisabeth Seevers, S. 20.

 

Die wunderbare Frühlingszeit steht bevor – genießen Sie sie mit allen Sinnen, Herz und Seele! 

Es grüßen herzlich die Plaggenborgs

 

Die Blätterversion



Die Beiträge der Frühjahresausgabe 2018:


Die Wildnis ist zurück...

Foto © Sam Mittmerham

Rückkehr des Wolfs in den deutschsprachigen Raum

Autor: Sam Mittmerham:

Angestrengt schaut Peter Schütte, seines Zeichens Wolfsberater, in den Sand der Lüneburger Heide. Sachte umfahren seine Finger die Spur im Sand. Ein, zwei, drei, viele Trittsiegel, gestempelt in die feuchten Körner. Deutliche Hinweise auf ein sonst fast unsichtbares Wesen - scheu, vorsichtig, den Menschen vermeidend. „Das waren vier“, murmelt Schütte schließlich, „zwei Erwachsene und zwei Jungtiere, entspannt laufend in diese Richtung“. Vier Blicke folgen seinem ausgestreckten Arm in die Heide. Vier Blicke aus vier Kontinenten. Vier Blicke die hier sind, weil der Wolf, und mit ihm der Hauch der Wildnis, zurück in Mitteleuropa sind. 
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Die Algorithmen und wir...

...wem gehört die Zukunft?

Von Thomas Steininger

Künstliche Intelligenz wird unsere Welt völlig verändern. Viele ihrer Vordenker haben die Vision, dass wir Menschen in naher Zukunft mit intelligenten Maschinen verschmelzen. Mit einer Intelligenz, die unsere Intelligenz weit in den Schatten stellt. Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt zu fragen, was ein Mensch und was eine Maschine ist.

Wir leben mitten in der Big-Data-Revolution, und diese technische Revolution ist ein großer weltgeschichtlicher Umbruch, mehr – als uns oft bewusst ist. In großer Geschwindigkeit werden immer weitere Dimensionen unserer Welt Teil eines großen algorithmischen Netzwerks. Mit den Suchmaschinen, den sozialen Medien, mit unseren Smartphones, aber auch den Webkameras und der neuen Wearable Technology verbinden wir immer größere Bereiche unserer analogen Welt mit den Rechenzentren der Internetkonzerne. 

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Der Zauber des Orients...

...in der Rumiform

Von Anne-Elisabeth Seevers

„Siehe, ich werde immer bei dir sein, bedeutet, wenn du nach Gott Ausschau hältst, ist Gott im Blick deiner Augen, im daran Denken, dass du schaust, dir näher als dein Selbst oder Dinge, die dir widerfahren sind.“ Diese Zeilen gehören zu einem Gedicht von Mevlana, hierzulande eher bekannt als Dschellaluddin Rumi, dem großen Sufi-Lehrer, Mystiker und Dichter aus dem 13. Jhd. 

 

Sein Name Rumi ist abgeleitet von der Stadt Rum in Anatolien, das damals unter byzantinischer Herrschaft stand, wo er die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat. Die Bezeichnung Rumi findet sich auch bei einem der am häufigsten verwendeten Grundelemente der islamischen Kunst, deren Werke mich ebenso tief berührt haben, wie die Gedichte Mevlanas. Die Rumiform umfasst eine Vielzahl verschiedener blattähnlicher Strukturen, die in den Werken die Tierwelt repräsentieren, meist in der Form stilisierter Flügel. Im osmanischen Raum wurden sie besonders von den Seldschukken häufig verwendet, die ebenfalls in Anatolien ansässig waren. 

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Eine Stimme, die nicht verstummt

Ein Nachruf von Wolfgang Stroh

Vielen Menschen ist Reinhard Schimmelpfeng als einfühlsamer Lehrer in Erinnerung. Gerne arbeitete er als Stimmbildner mit Chören, unterrichtete einzeln und in kleinen (auch instrumentalen) Gruppen. Sein Methode, interessierte Laien zum Hören und selbständigen Produzieren von Obertönen anzuregen, ist in ihrer Systematik einmalig. Sie hat auch Eingang in den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen gefunden. Seit kurzem ist "Schimmelpfengs Obertonschule" auch als Playlist in Youtube kostenlos zu finden: https://youtu.be/WCKKr7bPJgQ. Eine ausführliche, wissenschaftlich fundierte und mit vielen Beispielen versehene Version dieser "Schule" gibt es auch als DVD. 

 

Am 16. September 2017 ist Reinhard Schimmelpfeng gestorben. Man wird seine einprägsame Stimme nicht mehr live hören können. Auf der erwähnten DVD jedoch lebt seine Stimme gerade aufgrund der vielen Videos, die den Obertonmusiker in Aktion zeigen, weiter. Wer die DVD kostenlos als Erinnerung erhalten möchte, sollte sich auf der Internetseite http://www.musik-for.uni-oldenburg.de/obertonschule genauer erkundigen. 

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Die Erforschung des Wolfes

Illustration: Gesine Grotian

Helfen Sie mit bei der Erforschung des Wolfs in Niedersachsen. Bewerben Sie sich für ein einmaliges Expeditionserlebnis!

Bewerben Sie sich für einen Expeditionsplatz und helfen Sie aktiv auf Expedition mit, den Wolf in Europa zu schützen. Voraussetzungen sind Englischkenntnisse und die Bereitschaft auf einer echten Naturschutzexpedition (keiner Luxusreise!) aktiv mit anzupacken. 

Neben dem Hauptgewinn der Expeditionsteilnahme gibt es außerdem einen Schnuppertag mit Biosphere Expeditions zu gewinnen.

Biosphere Expeditions ist eine mehrfach ausgezeichnete, gemeinnützige Organisation, die proaktive Naturschutzexpeditionen als Abenteuer mit Sinn für jedermann/frau organisiert. Die Projekte sind keine Touren, Fotosafaris oder Exkursionen, sondern echte, handfeste Forschungsprojekte, an denen jeder teilnehmen kann, der ein bißchen Schulenglisch beherrscht, auch ohne biologische oder irgendwelche anderen Vorkenntnisse oder besondere Fitness. Die Wolfs-Expedition ist nur eine aus einer ganzen Bandbreite wie zum Beispiel Grosskatzen in Südafrika, Wale auf den Azoren, Schneeleoparden im Tien Shan oder Korallenriffe & Walhaie der Malediven. 

Weitere Informationen www.biosphere-expeditions.org.  

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25 Jahre Qigong im Schlossgarten

Foto: ©Raphi See photography

Silber-Jubi-Treffen

Mo. 7. Mai, 17:45 - 19:15 Uhr

Informations- und Übestunde mit vier Anleitenden (Doris Kirstein, Gerd Schnesche, Helga Mansholt, Manfred Folkers). Offen für alle Interessierte. Veranstalter: Achtsamkeit in Oldenburg e.V.

Als im Frühjahr 1994 erstmals montags „Qigong im Schlossgarten“ angeboten wurde, dachte niemand an das Jahr 2018. Diese Vision hätte auch dem erklärten Ziel der Qigong-Praxis widersprochen. Wer sich aufmerksam auf die Atmung und die Bewegung konzentriert, möchte im Kontakt sein mit dem gegenwärtigen Augenblick. Seitdem kommen regelmäßig zahlreiche Menschen, um sich inmitten der Bäume und Sträucher des Oldenburger Schlossgartens zu entschleunigen und die frische Luft zu genießen. 

Dieses Jahr startet die 25. Saison - Anlass genug für eine Art „Silber-Jubi-Treffen“. Der Verein „Achtsamkeit in Oldenburg“ als Veranstalter der Qigong-Übe-Stunden lädt deshalb alle Interessierte (auch Neulinge) ein, am 7. Mai um 17:45 Uhr zur Qigong-Wiese westlich des Tropenhauses zu kommen. Ab 18 Uhr werden sich vier Übe-Gruppen bilden, die von Doris Kirstein, Gerd Schnesche, Helga Mansholt und Manfred Folkers angeleitet werden. Vor- und hinterher gibt es Infos zum Qigong und Möglichkeiten zum Austausch. 

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Wahre Freiheit

Von Jack Kornfield 

Einladung zur Freiheit

Liebe Freunde, nach über vierzig Jahren, in denen ich Tausenden Menschen auf dem spirituellen Pfad Achtsamkeit und Mitgefühl vermittelt habe, ist dies die wichtigste Mitteilung, die ich machen kann: Ihr müsst auf die Freiheit nicht warten. Ihr braucht das Glück nicht aufzuschieben.

 

Viel zu oft verbindet sich die schöne Praxis der Achtsamkeit und des Mitgefühls mit Vorstellungen von Selbstdisziplin und Pflichterfüllung. Wir sehen uns von ihnen auf einen langen Hindernisparcours geführt, an dessen fernem Ende die angestrebten Ergebnisse winken. Ja, es gibt sie, die Arbeit des Herzens, und unser Leben hat seine Zyklen, die uns so manches abverlangen. Doch wo jeder Einzelne auch stehen mag auf seinem Weg, es existiert noch eine andere wunderbare Wahrheit, und die heißt „Die Früchte ernten“ oder „Mit dem Ergebnis beginnen“. Die Früchte des Wohlbefindens, der Freude, der Freiheit und der Liebe sind schon jetzt in unmittelbarer Reichweite, wie auch immer Ihre Lebensumstände sein mögen. 

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Küchengarten Jaspershof e.V.

Von Christina Martens

Dieses Gemeinschafts-gartenprojekt startet nun in seine dritte Gartensaison auf dem Gelände der Jaspers-Hochkamp Stiftung in Westerstede. Jung und Alt haben dort im Ehrenamt Räumlichkeiten mit Küche, Geräteräumen, Aufenthalts-räumen, Terrasse hergerichtet und auf 3000qm Fläche auf dem wunderschönen weitläufigen Gelände des Hofes einen Garten angelegt. Dort wachsen diverse Obstgehölze, Rosen, Kräuter, Stauden, einjährige Pflanzen und vor allem verschiedenes Gemüse. 

 

Aktiv dabei sind von ganz kleinen Kindern bis Jugendlichen, berufstätige Erwachsene und Senior/innen mit und ohne Fachwissen. Miteinander draußen herumwerkeln, immer wieder dazu lernen und vom Alltag entspannen und abschalten ist allen wichtig.  Es wird auch gerne gemeinsam gekocht und das angebaute Gemüse zusammen verwertet. Mit Kindern Pizza backen, Kartoffeln mit Kräuterdip genießen, Sauerkraut machen, Heilkräutersalben selbst herstellen und vieles mehr. Es gibt verschiedene Kursangebote zur Pflege von Rosen, Obstgehölzen, zur Kompostierung, etc. und auch das gesellige Zusammensein wird am liebsten bei schönem Wetter draußen genossen. 

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Fleischatlas 2018

Die Heinrich-Böll-Stiftung, der BUND und Le Monde Diplomatique haben am 10. Januar in Berlin den "Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung" veröffentlicht. Der nunmehr vierte Fleischatlas enthält zahlreiche Daten, Fakten und Grafiken zu den drängendsten Problemen der industriellen Fleischproduktion und konkrete Lösungsansätze für eine bessere Tierhaltung.  

 

Ein ökologischer Wandel in der Tierhaltung sei nur mit neuen politischen Strategien und einem geschärften Bewusstsein bei Verbrauchern möglich, so die Organisationen. Der BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung werfen der Bundesregierung Handlungsunwilligkeit vor und fordern den dringend notwendigen Umbau der Nutztierhaltung endlich zu beginnen. Dazu gehöre auch, eine verpflichtende Kennzeichnung bei Fleisch einzuführen – vergleichbar der Eier-Kennzeichnung, die dazu geführt habe, dass Eier aus Käfighaltung ausgelistet wurden.  

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Die nächste Ausgabe des Achtsamen Lebens erscheint Ende Juni 2018.

Anzeigenschluss ist am 22. Mai ; Redaktionsschluss ist am 15. Mai.