von Ulrike Plaggenborg (2018)
Neulich sah ich eine Buchvorstellung: „Zehn Gründe warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ von Jaron Lanier. Trotz des offensiven Aufforderungscharakters sprang mich der Titel sofort an, weil ich seit geraumer Zeit schon massiv genervt war von Facebook. Das Buch war eine Offenbarung! Jaron Lanier ist nun nicht irgendwer sondern ein Internetpionier der ersten Stunde und zählt laut Wikipedia zu den 300 wichtigsten Erfindern der Geschichte. In seinem Buch beschreibt er haargenau das was ich selbst erlebt hatte und was mir zunehmend unangenehm wurde.

...bei uns so...
Das vergangene Jahr war für uns geprägt vom Thema Geld. Es war immer so: Geld kommt – Geld geht… (von unserer Betrugsgeschichte haben wir ja berichtet). Wir hatten viele Ausgaben für alles Mögliche – nicht nur wir werden älter, auch die Gegenstände, die uns umgeben. Und so gab erst die Waschmaschine, dann der Kühlschrank den Geist auf. Und oben in der Mietwohnung musste eine neue Heizung her, weil die alte gar nicht mehr ging. Ein neuer PC musste auch her wegen einer technischen Umstellung. Zudem hatten wir Mäuse auf dem Schuppenboden, da haben wir dann zusätzlich zur neuen Badbeleuchtung (die dort verlegt ist) den Boden neu dämmen lassen. Und 2 Tage nach Weihnachten ging noch die ganze Wasserhahn-Konstruktion unter der Spüle kaputt…
Der Vorteil von dem Ganzen war, dass wir dann auch gleich sehr viel ausgemistet haben und uns von Dingen getrennt haben, die wir nicht mehr brauchten. Da ging ganz viel entweder vor die Haustür oder zu nebenan.de zur Weiterverwendung. Der Rest ging zum AWB.
Interessant war, dass bei all den vielen Ausgaben doch immer irgendwo unverhofft wieder Geld hereinkam. Außerdem haben wir nun einen Lastenzuschuss beantragt und auch bewilligt bekommen. Das ist eine Art Wohngeld für Eigenheimbesitzer. Es ist allerdings im Moment zwar noch im niedrigen 3-stelligen Bereich, aber wir sind schon froh über diese Möglichkeit.
Das mit dem Älterwerden beschäftigt uns naturgemäß auch, und so haben wir uns von einem unserer Geschäftsfelder verabschiedet - den Büchertischen, die wir über 25 Jahre lang für die Gruppen der Ridhwan-Schule von A.H. Almaas meistens in Seefeld im Kunze-Hof veranstaltet haben. Es war eine sehr schöne Zeit, seit Corona allerdings kaum noch den Aufwand wert und halt oft eine arge Schlepperei, was jetzt eben nicht mehr geht. Schade, aber nicht zu ändern…
Bei all dem sind natürlich immer wieder Pausen wichtig, vor allem für Karl-Heinz, und so sind wir glücklich, in der Nebensaison immer noch für ca.
50 € pro Tag Urlaub machen zu können, was inzwischen wirklich sehr günstig ist.
...und bei Karl-Heinz...
Bald habe ich ein Dreivierteljahrhundert gelebt. Ohne Krieg, im Frieden (wenigstens hier in Deutschland). Da kann man nur dankbar sein für diese glücklichen Umstände. Und natürlich hoffe ich auch, dass das so bleibt. Die Entwicklung in der Welt beobachte ich aber mit Sorge! Wie lange können wir noch auf diesem Planeten leben? Schaffen wir es, die gesetzten Klimaziele zu erreichen?
Das Älterwerden merke ich beim Verschleiß in einigen Bereichen des Körpers: Arthrose in der rechten Hüfte, schlechter werdende Beweglichkeit u.a. durch den Parkinson, und alles braucht mehr Zeit. Aber solange die Schmerzen halbwegs erträglich sind halte ich durch.
Durchgehalten haben wir auch an anderer Stelle: dieses Magazin – das Achtsame Leben – das zum 10-jährigen Jubiläum der Buchhandlung Plaggenborg 1996 erstmalig erschienen ist, kommt zum 111ten Mal raus! Und am 29. Mai existiert die Buchhandlung 39 Jahre!
...und sonst so… Ulrikes „Senf“…
Die allgemeine Weltlage ist ja derzeit wirklich unübersichtlich. An vielen Orten sind merkwürdige Menschen an der Macht, die ihre Riesen-Egos in die Welt hinausposaunen und sich wenig interessieren für das, was den Rest der Menschheit bewegt. Auch viele Superreiche kümmern sich nur um ihr Vermögen, und zwar besonders hier in Deutschland. Dazu gibt es in diesem Heft einige Infos. Denn das Thema Ungleichheit treibt uns gerade um als ein zentrales Thema, das enorm viele Probleme dieser Welt produziert, u.a. auch das Klima anheizt.
Eigentlich hatte ich geplant, meine gesammelten Gedanken zu den verschiedenen Themen, die gerade alle umtreiben, in Form von „Ulrike Plaggenborgs Senf“ etwas ausführlicher auf unserer Online-Ausgabe achtsames-leben.org zu veröffentlichen. Ich hatte auch schon Verschiedenstes gesammelt zum Thema „Wahnsinnige an der Macht“ (Trump, Kettensägenschwinger Musk und Co.) und warum viele Menschen wegen den allgemeinen Unsicherheiten solchen Menschen zur Macht verhelfen. Und zu den Themen Anthropozän, also wie der Mensch die Erde umgestaltet (leider zu 80% Prozent im Negativen) und so ein neues geologisches Erdzeitalter schafft, usw.. Aber ganz ehrlich: fast jeden Tag geschieht neues Ungeheuerliches, da kann man überhaupt nicht aktuell bleiben und ich müsste dann jeden Tag alles umschreiben. Und das ist mir dann doch zu aufwendig.
Ansonsten sind solche chaotischen Zeiten ja oft auch Zeiten von großer Kreativität, wo Altes zu Ende geht und Neues entsteht. Denn nichts hat Bestand, alles ändert sich immerzu. „This too shall pass! - Auch dies wird vorübergehen!“ Dieser Satz hat eine enorm befreiende Wirkung. Allerdings bedingt das auch, dass man nicht starr an Altem und Gewohntem festhält. Nicht umsonst sind es ja überwiegend Ältere, die sich an dem alten, überkommenen Lebensstil festklammern. Wir stellen ja selbst auch fest, dass es bei zunehmender Unbeweglichkeit anstrengender wird, flexibel zu bleiben. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir wenigstens geistig auch neue Wege beschreiten können.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen schöne Frühlings- und Sommertage!
Die Plaggenborgs

Wir hatten ja in der letzten Ausgabe von unserer Erfahrung mit dem Telefonbetrug berichtet und es war sehr schön, wieviel Zuspruch wir bekommen haben! Fast jede/r wusste etwas zu berichten, entweder, weil er/sie selber etwas erlebt hatte oder jemanden kannte, dem was passiert war. Ein ehemaliger Nachbar, der bei der Polizei arbeitet, meinte, wir bräuchten uns überhaupt keine Vorwürfe machen – das könne jedem passieren, völlig unabhängig vom Alter.
Viele Menschen haben uns auf die eine oder andere Weise unterstützt – dafür ganz herzlichen Dank an alle!
Ein ganz besonders großes Dankeschön geht jedoch an die/den anonymen SpenderIn, der/die uns mit einem sehr schönen Brief mit einem Text zu Vertrauen und mehreren Hundert (!!!) Euros beschenkte!! Und der Brief kam just an dem Tag, als unsere Waschmaschine den Geist aufgab! Hatten wir nicht etwas von unverhofftem Ausgleich geschrieben? Also das war wirklich ein sehr schönes Geschenk und es hat uns sehr berührt!
Karl-Heinz und sein „Herr Parkinson“…
Im Dezember 2021 wurde es zur Gewissheit: ich habe Parkinson! Mein Neurologe meinte, dass ich mir die nächsten 10 Jahre keine Sorgen zu machen brauche. Und wirklich – mit dem passenden Medikament sind die ursprünglichen Beeinträchtigungen (Veränderung der Körperhaltung, Schultern vor, gebeugter Rücken, kürzere Schritte, Gleichgewichtsstörungen z.B. beim Aufstehen usw.) zurückgegangen. Ich habe nicht das Zittern (wie z.B. Frank Elstner), sondern diese Bewegungseinschränkungen. Um dem entgegenzuwirken erhöhte ich meine sportlichen Aktivitäten, wie Tai Chi (seit 2011) und seit 2022 Wiederaufnahme des Karate-Trainings (1982 -2010), plus täglicher forscher Spaziergang rund ums Quartier. Nicht zu vergessen: tägliches Fahrradfahren. Und so fühle ich mich den Umständen entsprechend doch ganz gut! Übrigens, ich bin immer noch gerne Buchhändler und freue mich über jede Bestellung!
Ulrike…
Das letzte Jahr war geprägt von Abschieden von lieben Menschen, so auch von meiner „kleinen“ Schwester, die sich im April nach langer psychischer Krankheit verabschiedet hat. Es war eine sehr schöne Erfahrung, weil alles so völlig ohne Hindernisse vonstatten ging, alles lief rund. Mit ihrer Familie und ihren FreundInnen gab es viele schöne Begegnungen und die Trauerfeier war sehr bewegend.
So ein Abschied ist ja auch mit viel Organisation verbunden, aber meine Schwester hat sicher aus dem Jenseits eifrig mitgeholfen, weil alles so wunschgemäß verlief. Und letztlich geht es ihr jetzt wesentlich besser, das hilft über die Trauer hinweg. Natürlich fehlt sie mir noch immer, aber der Trennungsschmerz hat doch schon erheblich nachgelassen.
Das Thema Tod war das ganze Jahr über sehr präsent, auch bei FreundInnen gab es viele Abschiede. Dann habe ich ja dieses wunderbare Buch „Auf dem Weg“ von Yongey Mingyur Rinpoche gelesen, und da hat sich auch nochmal etwas verändert in meiner Haltung zum Thema Loslassen. Es wird alles leichter, wenn klar ist, dass alles Leben ständige Veränderung ist.
Dazu passt dann auch dies:
Eine ziemlich ungewöhnliche Erfahrung…
Wir sind an einem Freitagnachmittag im Januar einem Telefonbetrüger aufgesessen. Bei uns hat ein Mann angerufen und sich als angeblicher Mitarbeiter der Bank der Buchhandlung ausgegeben und behauptet, es hätte unautorisierte Echtzeitüberweisungen von dem Konto gegeben und es müssten entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet werden.
Leider war Karl-Heinz erstmal so schockiert, dass er die eigentlich bekannten Handlungsanweisungen für solche Fälle vergessen hat, und er hat dem Betrüger per Fernwartung Zugriff zum Konto gewährt, um zu checken, ob da alles ok ist. Das ist im IT-Bereich und selbst bei den Banken eine gängige Vorgehensweise, dass man Beratern und Mitarbeitern per Fernwartung Zugriff gewährt, damit die sich ein Bild machen können, was los ist. Von daher wurde man da nicht misstrauisch. (Ich war in der ersten Stunde nicht da und kam erst danach dazu und verstand nicht, was da vor sich ging.)
Der Betrüger hat dann alle möglichen Test-Versuche unternommen, um uns zu zeigen, dass keine Überweisungen gemacht werden können. Und irgendwann im Zuge dieses ganzen Checkens hat er dann vom Konto der Buchhandlung einige Tausend Euros an das Konto einer Frau überwiesen. Das ging alles so schnell, da ist man gar nicht mitgekommen.
Wir haben dann natürlich die sofortige Rücküberweisung gefordert, da hat er immer gesagt: „Ja warten Sie, das mache ich gleich.“ Tatsächlich hat er weiter gecheckt, wo er noch was holen kann. Dann kam es uns aber endgültig verdächtig vor und ich sagte, dass ich jetzt die Polizei anrufe, woraufhin er sofort auflegte. Der Betrüger war mit Sicherheit vom Fach, das war kein Anfänger im Bankgeschäft. Die Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die er angegeben hatte zum Beweis seiner „Echtheit“, sahen alle echt aus, waren aber gefälscht. Das war alles schon sehr professionell eingefädelt. Auch der Zeitpunkt am Freitagnachmittag, wo in der Bank keiner mehr erreichbar ist. Zum Glück haben wir den Notdienst noch erreicht, der die Konten gesperrt hat.
Im Nachhinein fallen einem dann natürlich schon Sachen ein, die verdächtig waren und wo man schon auflegen hätte sollen. Karl-Heinz stand aber unter Schock (er hat ja Parkinson und da ist Stress ganz übel) und zitterte und wusste gar nicht mehr, wo ihm der Kopf stand. In so einer Situation scheint im Gehirn ein Schalter umgelegt zu werden mit dem Vermerk: Jetzt nicht denken! Man ist wie blockiert.
Wir sind dann natürlich gleich zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Mit der Rückforderung machen wir uns trotzdem wenig Hoffnung, das Geld ist wohl weg.
Aber letztlich kann man sich nichts vorwerfen, ich wette, da würden einige drauf reinfallen, so clever war das gemacht. Man kann nicht mal wütend werden auf den Betrüger, weil man ihm ja quasi selbst die Tür aufgemacht hat. Natürlich waren wir sehr traurig, weil wir gerade mit einem kleinen Plus das letzte Jahr abgeschlossen hatten, und das war dann gleich wieder weg…! Ärgern hilft aber auch nicht. Und wir haben dann mit dem Schuldentnahme-Satz von Ulrich Kohler (s. Achtsames Leben von Dez.) gearbeitet: „Ich nehme die Schuld von mir, dass ich nicht aufmerksam genug war.“ Das half sehr. Und im Endeffekt ist es ja so, dass es „nur“ Geld ist und im Moment auch nicht unser letztes Geld, und dann läuft es u.U. darauf hinaus, dass uns das Geld in ein paar Jahren fehlt - aber wer weiß, was in ein paar Jahren ist…
Es ist eine gute Übung im Loslassen! Und wie oft haben wir es schon erlebt, dass ein Ausgleich für einen Verlust dann von völlig unerwarteter Seite kam… Oder möglicherweise war dies ein Ausgleich für etwas, das wir verbockt haben...wer weiß das schon?
Wir sind jedenfalls dankbar, dass wir es warm haben und zu essen und gesund sind soweit…das ist doch für den Moment das Wichtigste! Und für einen Urlaub reicht es auch noch. Da haben andere Menschen ganz andere Sorgen…
Soweit für heute von unseren kleinen Abenteuern...liebe Grüße von den Plaggenborgs!
Wir - das sind Andrea Lehmkuhl und Mike Sauer und wir sind die, die das Achtsame Leben in Zukunft gestalten dürfen. Als langjährige Freunde von Peter Gerd Jaruschewski hatten wir zunächst Bedenken, dieses „Erbe“ anzutreten. Doch wir sind froh, den Mut gehabt zu haben, mit der letzten Ausgabe ins kalte Wasser gesprungen zu sein.
Nun freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit den Plaggenborgs.
Als Sound & Picturedesign arbeiten wir viel für Musiker, Sänger und gemeinnützige Vereine, aber auch für Unternehmen und selbstständige „Einzelkämpfer“.
Um konkret zu werden: Wir gestalten gedruckte Materialien aller Art, wie Flyer, Plakate und vieles mehr. Außerdem konzipieren wir Webseiten und manchmal sogar Videos. Gelegentlich vertonen wir auch Filme, was uns besonders freut, da Musik immer ein wichtiger Teil unseres Lebens war und ist. Wenn es die Zeit erlaubt, schreiben und spielen wir in unserem kleinen Homestudio unsere eigenen Songs, die wir auf Soundcloud.de teilen.
Wir lieben alles rund um das Thema Fotos und Bilder und fotografieren z.B. Menschen in Unternehmen oder auch als Familie und kreieren eigene Bildretuschen und Collagen. Auch Illustrationen gehen uns leicht von der Hand, und wir helfen gerne bei allem rund um den Social-Media-Auftritt.
Für uns ist es wichtig, jedem Auftrag Zeit und Liebe zu widmen um so das „Besondere“ zu finden. Wir pflegen ein gutes und manchmal sogar freundschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden, die uns bis heute treu geblieben sind.
Kontakt: www.sound-picture-design.de , Tel. 0441-9608770

Von Ulrike Plaggenborg
Sie kennen das Achtsame Leben seit vielen Jahr(zehnt)en, aber wissen Sie eigentlich, wie das Achtsame Leben entsteht? Wenn wir es Ihnen mal erzählt haben, ja, aber die meisten wissen es wohl nicht. Daher wollen wir in dieser Ausgabe einmal erzählen, wie das so geht.
Wo kommen die redaktionellen Texte des Achtsamen Lebens her?
Vom Lesen! Ich lese im Prinzip den ganzen Tag von morgens bis spät abends. Eine Tageszeitung, am Wochenende zwei, dann jede Menge Newsletter aus den unterschiedlichsten Themenbereichen, Verlagsvorschauen, Magazine und Zeitschriften zu „unseren“ Themen, Blogs, Internetseiten, Facebook-Artikel und spät abends im Bett dann ein schönes Buch. Im Urlaub habe ich mehr Zeit zum Bücherlesen.
Wenn ich dann irgendwo einen interessanten Artikel gefunden habe, schreibe ich den Verlag oder den Autor direkt an mit der Bitte um die Erlaubnis zur (Zweit)Veröffentlichung. Denn einfach so kopieren geht gar nicht aus rechtlichen Gründen wegen des Copyrights. Meistens bekommen wir die gewünschten Artikel zur Verfügung gestellt, was u.a. mit unserer Bekanntheit in der Szene zu tun hat.
Gelegentlich werden uns auch Artikel angeboten. Wenn es nicht reine Werbe-Artikel sind nehmen wir sie gerne hinein. Ansonsten gibt es für Werbung ja unsere Anzeigenformate, wo ebenso Platz ist für längere Texte.
Alle Artikel müssen natürlich noch bearbeitet werden. Zu allen Artikeln suche ich dann noch die passenden Bilder aus, wenn keine dabei sind, bei den Fotodiensten, kostenlos oder kostenpflichtig. Das Titelbild habe ich oft selbst gemacht.
Für die Sinne, Veranstaltungen & AnbieterIn
Bei „Für die Sinne“ sind die Bücher-/ DVD- und CD-Vorstellungen. Die finde ich z.T. in Verlagsvorschauen, aber auch durch die Newsletter der Verlage und in Zeitschriften. Da sammele ich eigentlich ständig Titel, die in Frage kämen.
Veranstaltungen werden uns in der Regel von den Veranstaltern selbst angeboten. Wenn wir überregional etwas Interessantes finden, nehmen wir das mit auf.
Auch die AnbieterInnen kommen generell auf uns zu, denn wir machen momentan keine aktive Acquise (Anzeigenwerbung). Wenn Sie Lust dazu hätten, uns bei der Acquise zu helfen, dann wären wir sehr dankbar! Wir sind da nicht so talentiert…
Was kostet das Achtsame Leben?
Die Zeitschrift wird nach wie vor kostenlos verteilt. Die Gesamtkosten belaufen sich jedoch pro Ausgabe auf ca. 6000 € mit Gestaltung, Druck und Versand/ Beilegen. Unsere Arbeitszeiten sind da nicht mit drin. Die kommen natürlich noch dazu.
Wie finanziert sich das Achtsame Leben?
Das Heft finanziert sich komplett über die Anzeigen und Beilagen. Wir sind in der glücklichen Lage, schon lange am Markt zu sein und daher viele Stammkunden zu haben, die z.T. schon jahrelang mit ihren Anzeigen das Heft mitfinanzieren. Dafür an dieser Stelle mal wieder ein herzlicher Dank!! Der „Marktplatz“ ist ja so etwas wie die Gelben Seiten für den Alternativ-Gesundheitsmarkt. Da gehen manchmal Kunden raus, aus den unterschiedlichsten Gründen (Alter, andere Arbeit, brauchen keine Werbung mehr, genug Klienten, selten einmal wegen fehlender Resonanz). Meistens kommt aber die gleiche Anzahl neu hinzu, die ausgeschieden ist, so dass sich der Bereich sehr konstant hält.
Wenn die Redaktion steht, geht der Newsletter raus mit der Erinnerung, dass ein neues Heft in Planung ist, falls man noch was ankündigen möchte. Auch der Newsletter wird natürlich von mir gestaltet, damit das nicht so lieblos hingeschustert wirkt. Und danach fängt Karl-Heinz an herumzutelefonieren bei den Verlagen und überregionalen Anbietern, ob sie eine Anzeige schalten möchten. Das wird leider immer schwieriger, weil viele Verlage nicht mehr so gerne Anzeigen in Printmedien schalten (sie versprechen sich häufig mehr davon, die Bücher selbst zu verkaufen über ihre Onlineshops o.a.). Aber auch bei den Verlagen haben wir einige Stammkunden, die uns all die Jahre immer wieder mit ihren Anzeigen unterstützt haben. Auch dafür herzlichen Dank!!
Das Heft wird gestaltet
Nun kommt unser Gestalter Peter Gerd Jaruschewski hinzu. Ihm schicken wir alles was wir an Material haben und er bringt es in Form. Problematisch ist dabei oft, dass manche Anbieter erst kurz vor oder sogar nach Anzeigenschluss kommen und noch ins Heft wollen. Da hat er dann schon alles in die gewünschte Reihenfolge gebracht und dann muss alles nochmal umgestellt werden, weil diese Anzeige noch mit rein soll oder jene. Das führt dann regelmäßig zu stressigen Situationen kurz vor Druckabgabe. Aber am Ende kriegt er das doch alles hin und ein weiteres schönes Heft ist entstanden. Das Heft geht meistens drei Wochen vor Erscheinungstermin in Druck.
Wie geht’s mit dem gedruckten Heft weiter?
Während das Heft gedruckt wird, macht Karl-Heinz die Rechnungen fertig und die Aufkleber für die Päckchen und Pakete, was mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Acht Werktage, nachdem das Heft in Druck gegangen ist, kommt es hier bei uns zuhause an – und dann stehen hier 800-900 Kilo Papier vor der Tür, die reingetragen werden müssen. Lange Zeit haben wir das selbst gemacht, immer 30-Kilo-Pakete zu zweit reingeschleppt, aber unsere Rücken sind jetzt dagegen und so holen wir uns nun Hilfe. Als nächstes kommen unsere fleißigen SchülerInnen oder StudentInnen, die die Beilagen in die Hefte packen. Das dauert meistens 2 Nachmittage.
Sobald die Beilagen drin sind, kann es losgehen mit dem Verteilen und Verschicken. Karl-Heinz verpackt dann immer an die 160 Päckchen/ Pakete, die hier abgeholt werden vom Paketdienst. Das dauert meist ein ganzes Wochenende. Anschließend macht er noch alle Belegexemplare an die Anzeigenkunden fertig und versendet sie.
Währenddessen fahre ich die anderen Auslagestellen in der Stadt Oldenburg und im Umland an und verteile so an die 3200 Hefte. Das dauert in der ersten Runde ca. 3 Tage, im Laufe des Vierteljahres nochmal 2 Tage.
Das Achtsame Leben geht online
Wenn die Printausgabe verteilt und versendet ist baue ich das Heft komplett ins Internet ein. Das dauert ca. 6-7 Stunden. Im Laufe der 3 Monate werden dann noch die Beiträge bei Facebook und Google+ gepostet.
Sie sehen, so ein Magazin zu machen ist ein ganz schöner Aufwand. Aber es macht uns ja auch wirklich Freude und wir machen es sehr gerne!
Herausgeber Achtsames Leben:
Karl-Heinz & Ulrike Plaggenborg
Lindenstraße 35, 26123 Oldenburg
Tel. 0441-17543
Das Achtsame Leben erscheint drei Mal im Jahr:
am 15. April, 15. August und 15. Dezember.
Der Abgabe-Termin für Anzeigen für die
Ausgabe August - Dezember 2026:
(erscheint zum 15. August 2026):
Marktplätze, Veranstaltungen, Ausbildungen, Praxis & Methoden,
Weitere AnbieterInnen:
spätestens 19. Juni 2026;
Wer macht was im Internet, Kleinanzeigen:
spätestens 19. Juni 2026;
fertige Formatanzeigen: spätestens 10. Juli 2026.
Webservice Ulrike Plaggenborg:
